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Trotz Corona mächtig rangeklotzt

Vorwiegend in Eigenleistung sanieren Oberseifersdorfer Jugendliche ihren "Container" und bekommen reichlich Hilfe für den Treffpunkt für Jung und Alt im Ort.

Mittelherwigsdorfs Bürgermeister Markus Hallmann (links) schaut regelmäßig beim "Container" in Oberseifersdorf vorbei und staunt, wie viel die Vereinsmitglieder um Jonas Volke schon geschafft haben.
Mittelherwigsdorfs Bürgermeister Markus Hallmann (links) schaut regelmäßig beim "Container" in Oberseifersdorf vorbei und staunt, wie viel die Vereinsmitglieder um Jonas Volke schon geschafft haben. © Matthias Weber/photoweber.de

Corona muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass nichts mehr geht. Im Gegenteil, die Mitglieder vom Jugend- & Kulturverein in Oberseifersdorf zeigen seit Monaten, was trotz der Pandemie-Maßnahmen alles möglich ist. Sie klotzen mächtig ran, damit ihr "Container", wie der Treffpunkt des Jugendclubs heißt, noch weiterhin viele Jahrzehnte der Anlaufpunkt für Jung und Alt im Ort bleibt. Das ist er nämlich, nachdem 1990 der Kretscham samt Saal abgebrannt war.

Offiziell heißt ihr Vereinsprojekt, das die Gemeinde Mittelherwigsdorf von Anfang an unterstützt, "Sanierung des kulturellen Dorfmittelpunktes". Denn die Kosten für einen Neubau würden im sechsstelligen Euro-Bereich liegen, was nicht finanzierbar wäre. Also sanieren die Jugendlichen ihren "Container" selbst. Oftmals in vielen Einzel-Aktionen oder aufgeteilt in verschiedene Bereiche im "Container". So dauert es zwar viel länger, aber es wird wenigstens trotz Corona was fertig.

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Die Trockenbauarbeiten im "Container" sind fertig, auch neue Fußböden, Heizung und Fenster sind drin.
Die Trockenbauarbeiten im "Container" sind fertig, auch neue Fußböden, Heizung und Fenster sind drin. © Matthias Weber/photoweber.de
Die Fassade ist jetzt mit Holz verkleidet.
Die Fassade ist jetzt mit Holz verkleidet. © Matthias Weber/photoweber.de
Auch in den Sanitärbereichen sind die Arbeiten weit fortgeschritten.
Auch in den Sanitärbereichen sind die Arbeiten weit fortgeschritten. © Matthias Weber/photoweber.de

Inzwischen sind schon alle acht alten Fenster und ihre Jalousien durch neue ersetzt. Bis auf die Eingangstür wurden auch die Türen erneuert. Die Heizungsanlage ist ebenso neu sowie die Fußböden. Auch die Trockenbauarbeiten sind schon fertig. "Unser Ziel ist es, bis Ende Juli mit dem Ausbau fertig zu sein" sagt Vereinsvorsitzender Jonas Volke.

In dem etwa 180 Quadratmeter großen Bauwerk gibt es zwei Aufenthaltsräume, Tanzfläche, Barbereich, Küche und Sanitäreinrichtungen. Schon vorher hat nichts daran erinnert, dass der "Container" mal in den 1990er Jahren aus mehreren ausrangierten Container-Segmenten zusammengesetzt war. Nun ist das gar nicht mehr zu erkennen. Denn die gesamte Fassade ist mit Holz verkleidet.

Um die Sanierung finanzieren zu können, wird der Verein für ihr Projekt von vielen Spendern unterstützt. Sehr hilfreich ist dabei auch gewesen, das sie für ihr Projekt einen der Hauptpreise - immerhin 30.000 Euro- beim Ideenwettbewerb des Sächsischen Mitmach-Fonds gewonnen hatten. Und reichlich Unterstützung erhielt der Verein auch beim Crowdfunding-Projekt bei der SZ-Volksbank-Aktion. Reichlich 5.000 Euro kamen hier noch mal zusammen.

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