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Die Kinderkrippe kostet mehr

Aber die Stadt Ostritz will die Eltern nicht noch mehr belasten.

Ostritz hat schöne Kindereinrichtungen so wie hier das deutsch-polnische Kinderhaus.
Ostritz hat schöne Kindereinrichtungen so wie hier das deutsch-polnische Kinderhaus. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Die Kosten für die Kinderkrippe in Ostritz sind gestiegen. Aber müssen deshalb auch die Eltern mehr bezahlen? Darüber hatten jetzt die Stadträte auf ihrer letzten Sitzung im Jahr zu entscheiden.

In Ostritz werden sie jährlich über die Betriebskostenabrechnungen in den Kindereinrichtungen von der Stadtverwaltung informiert. Das ist so gewollt. "Damit wir nach ein paar Jahren nicht so hohe Sprünge bei den Beiträgen machen und trotzdem kostendeckend bleiben", schildert Bürgermeisterin Marion Prange (parteilos).

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Wegen gestiegener Kosten wäre nun eigentlich eine Anpassung der Beiträge für die Betreuung in der Krippen notwendig. Im Vorfeld der Stadtratssitzung sprachen sich die Mitglieder des zuständigen Ausschusses aber bereits gegen eine Erhöhung aus. Dem schloss sich die Mehrheit der Stadträte an. Lediglich ein Stadtrat stimmte für eine Erhöhung, alle anderen und die Bürgermeisterin dagegen.

Stadt übernimmt Mehrkosten zugunsten der Eltern

"In Zeiten von Corona und den dadurch ohnehin schon Mehrbelastungen der Eltern wollten wir ihnen eine Erhöhung nicht auch noch zumuten", sagt Marion Prange. Mindestens 15 Prozent der Kosten muss die Kommune an die Eltern umlegen, höchstens aber 23. Bisher kostet ein Krippenplatz in der Neißestadt 198 Euro im Monat. Damit liegt Ostritz mit 17,77 Prozent im mittleren Bereich bei der Kostenumlage. Hätte die Stadt die höheren Kosten jetzt anteilmäßig umgelegt, dann hätten die Eltern ab Januar 213 Euro zahlen müssen. Das wären dann 19,12 Prozent und für die Stadt lediglich eine Mehreinnahme von knapp 2.400 Euro.

In Sachsen werden die Kosten für die Kindertagesstätten gedrittelt und von Land, Kommune und Eltern finanziert. Die Kommunen sind angehalten, die Beiträge den Betriebskosten regelmäßig anzupassen. Wie hoch die Elternbeiträge sind, darüber entscheiden die Stadt- oder Gemeinderäte. Dabei macht es keinen Unterschied, ob die Einrichtungen in freier oder kommunaler Trägerschaft sind.

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