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Corona fordert selbst ein Klärwerk heraus

Das erfuhren jetzt in Zittau die Mitglieder des Abwasserzweckverbandes „Untere Mandau". Knapp 1,6 Millionen Euro werden 2021 hier investiert.

Das Klärwerk in der Chopinstraße in Zittau.
Das Klärwerk in der Chopinstraße in Zittau. © Matthias Weber (Archiv)

Corona geht selbst am Klärwerk in Zittau nicht spurlos vorüber. Weil die Zulaufmenge an Abwässern aus der Industrie wegen der unregelmäßigen Produktion in Corona-Zeiten im vergangenen Jahr stark schwankte, ist das eine große Herausforderung an die Steuerung des Anlagenbetriebes gewesen, schilderte jetzt auf der Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbandes (AZV) "Untere Mandau" Michael Kuba. Er ist der Geschäftsführer der Süd-Oberlausitzer Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungs mbH in Zittau - kurz Sowag. Das Zittauer Unternehmen führt die Geschäfte des AZV, dem Zittau, Olbersdorf, Mittelherwigsdorf, Großschönau, Hainewalde, Jonsdorf, Oybin und Bertsdorf-Hörnitz angehören.

Zwar änderte sich 2020 insgesamt die Menge der zu behandelnden Abwässer unwesentlich, aber dafür der Grad der Verschmutzung, da in die Zittauer Kläranlage weniger Industrieabwässer eingeleitet wurden. Der Auslastungsgrad der Kläranlage sank 2020 auf 86,4 Prozent gegenüber 92,1 Prozent im Jahr 2019. "Trotz Corona-Pandemie und damit verbundenen zeitweiligen Personalausfällen wurden die Anlagen jederzeit sicher betrieben", so Michael Kuba.

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75 Prozent der benötigten Elektroenergie selbst erzeugt

Wie schon im Jahr davor, sind auch 2020 im Klärwerk 75 Prozent der benötigten Elektroenergie selbst erzeugt worden. 686.000 Kubikmeter Biogas wurden hier erzeugt und verwertet. "Wir haben seit einigen Jahren schon sehr gute Werte im Energieverbrauch", fügt Sowag-Mitgeschäftsführerin Heike Neumann hinzu. In den Anlagen in der Chopinstraße werden weniger als 30 Kilowatt-Stunden pro Einwohner verbraucht. 26,9 kWh/Einwohner waren es 2020.

Nach den großen Projekten 2020 in Zittau mit dem Bau der Mischwasserbauwerke in der Görlitzer Straße und der Schliebenstraße, dem Verlegen eines neuen Abwasserkanals in der Äußeren Weberstraße sowie dem Bau einer Lager- und Dosierstation auf der Kläranlage, sind auch für 2021 im AZV Investitionen geplant.

Mit dem beschlossenen Haushalt für dieses Jahr haben die Verbandsgemeinden dafür nun auch auf ihrer Versammlung den Weg frei gemacht. Insgesamt knapp 1,6 Millionen Euro sollen investiert werden. Mit 574.000 Euro rechnet der Verband davon an Fördermitteln.

Allein rund 1,37 Millionen Euro fließen in das Auswechseln beziehungsweise Sanieren von Abwasserkanälen. Die zwei größten Bauprojekt sind in Zittau vorgesehen. Hier werden im Zuge der grundhaften Sanierung der Äußeren Weberstraße für 650.000 und für 630.000 Euro zwei neue Abwasserkanäle verlegt. Wobei die Arbeiten für den zweiten Kanal erst im dritten Quartal beginnen.

Außerdem verlegt der AZV im Rahmen des Baues einer neuen Stützmauer in der August-Bebel-Straße in Olbersdorf für 75.000 Euro einen neuen Abwasserkanal. 50.000 Euro werden zudem in Abwasserpumpwerke investiert. Allein 35.000 Euro kosten hier die Sanierungsmaßnahmen im Abwasserpumpwerk in Radgendorf.

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