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Leutersdorf braucht bessere Löschwasserversorgung

Gerade an der Grenze zwischen beiden Ortsteilen besteht Nachholebedarf. Das soll sich jetzt ändern.

An der Grenze zwischen den beiden Ortsteilen von Leutersdorf und Spitzkunnersdorf gibt es viel zu wenig Löschwasser.
An der Grenze zwischen den beiden Ortsteilen von Leutersdorf und Spitzkunnersdorf gibt es viel zu wenig Löschwasser. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Nicht alle Gebiete in der Gemeinde Leutersdorf sind ausreichend mit Löschwasser versorgt. Als ausreichend gelten 48 Kubikmeter pro Stunde über zwei Stunden in reinen Wohngebieten mit einer eingeschossigen Bebauung und in allen anderen Gebieten 96 Kubikmeter pro Stunde über zwei Stunden als Grundschutz.

Über Hydranten und das Trinkwassernetz kann der Bedarf nicht gesichert werden. Der Wasserversorger stellt zwar genügend Trinkwasser bereit, das reicht aber längst nicht für den Löschwasserbedarf. Deshalb hatten die Gemeinderäte bereits im Mai 2019 beschlossen, zunächst Löschwasserbehälter an zwei Standorten zu errichten.

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Den ersten Behälter möchte die Gemeinde jetzt kaufen und hofft dabei auf eine 50-prozentige Förderung vom Landkreis. Als Standort ist das Gebiet zwischen der Spitzkunnersdorfer Straße, Oststraße, An der Zeile, Obere Zeile und Niedere Zeile vorgesehen. Das ist in der Gemeinde die größte Fläche mit unzureichender Löschwasserversorgung.

Die beiden nächstgelegenen Löschwasserentnahmestellen sind der Eichteich und die stationäre Löschwasserleitung vom Schwarzen Teich, schilderte Jürgen Reichel von der Gemeindeverwaltung. Dazwischen liegen 1,3 Kilometer. Das ist viel zu weit.

Der Löschwasserbehälter soll deshalb am Gewerbestandort an der Grenze zwischen den beiden Ortsteilen Leutersdorf und Spitzkunnersdorf - wo auch das Vereinshaus gebaut wird - unterirdisch errichtet werden. Der Behälter hat ein Fassungsvermögen von 200 Kubikmetern. Nach den Erfahrungen der Kommunen in der Umgebung betragen die Baukosten etwa 250.000 Euro, berichtete Bürgermeister Bruno Scholze (CDU).

Einstimmig haben die Gemeinderäte nun beschlossen, einen Fördermittelantrag für das Projekt beim Landkreis zu stellen. Wird der bewilligt, muss Leutersdorf dennoch einen Eigenanteil von 125.000 Euro beisteuern. Das Geld ist im Haushalt der Gemeinde eingeplant.

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