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Oderwitz löst Löschwasser-Problem

In diesem Jahr wird im Gewerbegebiet „Am Spitzberg“ nicht nur ein neues Feuerwehr-Depot gebaut.

So soll die Frontansicht des neuen Feuerwehrdepots im Gewerbegebiet "Am Spitzberg" in Oderwitz aussehen. Allerdings bekommt das Depot fünf Tore und nicht vier, wie auf dem Foto abgebildet.
So soll die Frontansicht des neuen Feuerwehrdepots im Gewerbegebiet "Am Spitzberg" in Oderwitz aussehen. Allerdings bekommt das Depot fünf Tore und nicht vier, wie auf dem Foto abgebildet. © Gemeinde Oderwitz (SZ-Archiv)

Die Gemeinde Oderwitz muss schnell ein Löschwasserproblem lösen. Denn die Löschwasserversorgung des geplanten Feuerwehrgerätehauses im Gewerbegebiet "Am Spitzberg" ist momentan nicht gewährleistet. Wie Bürgermeister Cornelius Stempel (parteilos) auf der Gemeinderatssitzung am Montagabend berichtete, können vom Wasserunternehmen Sowag für das Bauvorhaben im Brandfall nur maximal 18 Kubikmeter Wasser pro Stunde für eine Dauer von zwei Stunden als Löschwasser aus dem öffentlichen Trinkwassernetz über die Hydranten bereitgestellt werden.

Das ist viel zu wenig. Die hierfür erforderliche Löschwassermenge beträgt mindestens 96 Kubikmeter pro Stunde. Das sind 1.600 Liter in der Minute über eine Dauer von zwei Stunden. Deshalb plant die Gemeinde, nun möglichst mit dem Depot-Neubau im Gewerbegebiet auch gleichzeitig zwei Löschwassertanks einzubauen. Die Tanks sollen insgesamt ein Fassungsvermögen von 192 Kubikmetern besitzen.

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Ein Löschwasserteich hätte mehrere Nachteile

Dem Kauf und dem Einbau der Tanks auf dem Flurstück des neuen Depots haben die Gemeinderäte jetzt geschlossen zugestimmt. Die geschätzten Kosten dafür betragen etwa 155.000 Euro.

"Ursprünglich gab es auch mal die Überlegung, einen Löschwasserteich anzulegen. Aber der hätte viele Nachteile", schilderte Hartmut Junge vom Bauamt der Gemeinde. Bei einem Teich besteht im Sommer immer die Gefahr der Verdunstung. Und er muss gepflegt werden.

Ein 3,7-Millionen-Euro-Projekt

Mit dem Neubau besitzt Oderwitz dann ein zentrales Feuerwehrdepot. Die Fahrzeughalle besteht unter anderem aus vier Stellplätzen. Hinzu kommt noch ein separater Stellplatz für das Dekontaminationsfahrzeug. Der Sozialtrakt im Haus wird zweigeschossig. Im Gebäudeteil hinter der Fahrzeughalle werden Technikräume mit Werkstatt, Lager, Treibstofflager und Notstromaggregat sowie einem Geräteraum für das Dekon-Fahrzeug eingerichtet. Und für die Kameraden steht hier dann ebenso ein Trockenraum mit Waschmaschine und Trockner zur Verfügung.

Zum Depot-Neubau im Gewerbegebiet ist eine Ein- und eine Ausfahrt vorgesehen. Die Planungen sehen zudem 48 Parkplätze für die Fahrzeuge der Feuerwehrleute und einen überdachten Fahrradständer vor. Baubeginn für das 3,7-Millionen-Euro-Projekt soll schon im Frühjahr diesen Jahres sein. Bis voraussichtlich Ende 2022 könnte der Neubau fertig sein.

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