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So schön werden die neuen Rastplätze

An der Umgebindehausstraße hat Mittelherwigsdorf vier Rastplätze gebaut. Oderwitz errichtet einen weiteren. Größer, mit einem Laubengang und viel Granit.

Vier Rast- und Informationsplätze hat Mittelherwigsdorf an der Oberlausitzer Umgebindehausstraße angelegt. Der Rastplatz im Ortsteil Radgendorf, zudem Bürgermeister Markus Hallmann (re.) und Michael Erbe hier führten, liegt idyllisch an einem Teich.
Vier Rast- und Informationsplätze hat Mittelherwigsdorf an der Oberlausitzer Umgebindehausstraße angelegt. Der Rastplatz im Ortsteil Radgendorf, zudem Bürgermeister Markus Hallmann (re.) und Michael Erbe hier führten, liegt idyllisch an einem Teich. © Matthias Weber/photoweber.de

Mittelherwigsdorfs Bürgermeister Markus Hallmann (Freier Wählerverein) und sein Bauamtsleiter Michael Erbe haben einen Grund mehr, stolz durch ihre vier Ortsteile zu führen. Die vier neuen Rast- und Informationsplätze an der Oberlausitzer Umgebindehausstraße haben was. Sie liegen an einem idyllischen Teich oder an markanten Punkten. Sie sind noch nicht mal richtig fertig und werden schon gut von jungen Familien angenommen. Aber auch ältere machen hier Halt.

Die Plätze sollen zum Verweilen einladen und zugleich auf die Umgebindehäuser und Sehenswürdigkeiten hinweisen. 130.000 Euro sind dafür bei einer 90-prozentigen Förderung investiert worden.

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Mittelherwigsdorf hat bereits in allen vier Ortsteilen jeweils einen Rast- und Informationsplatz eingerichtet. "Wir warten nur noch darauf, dass die Informationstafeln fertig sind und wir sie anbringen können", sagt Markus Hallmann. Auf jeder Tafel wird eine Route durch den Ortsteil beschrieben und Augenmerk auf drei bis fünf sehenswerte Umgebindehäuser gelegt. Jeder Rastplatz ist anders gestaltet. An einigen wurden bei früheren Abrissarbeiten geborgene Granitsteine zum Gestalten verwendet.

Viel Lob kommt für die gepflegten Grünanlagen mit Blumen und Kräutern, um die sich unter anderem der Verein "Öffentlicher Heilkräutergarten Salvia" und der Heimatverein Eckartsberg kümmern.

Rastplatz Mittelherwigsdorf

Mit verschiedenen Elementen wird an die Umgebindebauweise am Rast- und Informationsplatz an der Hauptstraße in Mittelherwigsdorf hingewiesen. Im Hintergrund gibt es auch ein schönes Fotomotiv mit einem Landschaftsbilderrahmen. In den linken Teil der Holzk
Mit verschiedenen Elementen wird an die Umgebindebauweise am Rast- und Informationsplatz an der Hauptstraße in Mittelherwigsdorf hingewiesen. Im Hintergrund gibt es auch ein schönes Fotomotiv mit einem Landschaftsbilderrahmen. In den linken Teil der Holzk © Matthias Weber/photoweber.de

Rastplatz Oberseifersdorf

Auf die Umgebindebauweise hingewiesen wird ebenso am Rast- und Informationsplatz an der Hauptstraße im Ortsteil Oberseifersdorf. Die alte historische Tür hat einen besonderen Grund. Es ist die wieder aufgearbeitete Eingangstür des 1990 an dieser Stelle ab
Auf die Umgebindebauweise hingewiesen wird ebenso am Rast- und Informationsplatz an der Hauptstraße im Ortsteil Oberseifersdorf. Die alte historische Tür hat einen besonderen Grund. Es ist die wieder aufgearbeitete Eingangstür des 1990 an dieser Stelle ab © Matthias Weber/photoweber.de

Rastplatz Eckartsberg

So sieht der Rast- und Informationsplatz im Ortsteil Eckartsberg an der Geschwister-Scholl-Straße aus. Weil es im Ort keinen öffentlichen Spielplatz gibt, sind hier auch ein paar Spielmöglichkeiten für Kinder integriert worden. Der Platz ist so angelegt,
So sieht der Rast- und Informationsplatz im Ortsteil Eckartsberg an der Geschwister-Scholl-Straße aus. Weil es im Ort keinen öffentlichen Spielplatz gibt, sind hier auch ein paar Spielmöglichkeiten für Kinder integriert worden. Der Platz ist so angelegt, © Matthias Weber/photoweber.de

Rastplatz Radgendorf

Direkt am Dorfteich und dem anliegenden Grillplatz ist am Radgendorfer Ring der Rastplatz im Ortsteil Radgendorf entstanden. Auch hier gibt es unter anderem die rustikale Sitzgruppe, die ein Umgebinde-Element darstellt. Und wie Bürgermeister Markus Hallma
Direkt am Dorfteich und dem anliegenden Grillplatz ist am Radgendorfer Ring der Rastplatz im Ortsteil Radgendorf entstanden. Auch hier gibt es unter anderem die rustikale Sitzgruppe, die ein Umgebinde-Element darstellt. Und wie Bürgermeister Markus Hallma © Matthias Weber/photoweber.de

Oderwitz baut einen Rastplatz - dafür aber viel größer

Auch in Oderwitz haben die Bauarbeiten für einen Rast- und Informationsplatz entlang der Oberlausitzer Umgebindehausstraße begonnen. Hier ist lediglich ein solcher Platz geplant. Der wird aber wesentlich größer als die vier in Mittelherwigsdorf. Er entsteht auf der Fläche zwischen dem Gemeindeamt und der B96.

Für das Projekt stehen Oderwitz knapp 180.000 Euro zur Verfügung. Allerdings musste es die Gemeinde vorerst etwas abspecken. Es wird teurer als geplant. Um Kosten zu sparen, wird auf dem Platz mehr Grünfläche angelegt und weniger Natursteinpflaster verlegt.

Noch ärgerlicher findet Bürgermeister Cornelius Stempel (parteilos) allerdings, dass das Geld für das neue Buswartehäuschen am Rastplatz nicht reicht. Darauf will Oderwitz aber nicht verzichten. Es soll nachträglich gebaut werden. Und vielleicht dauert es gar nicht so lange damit. "Wir haben bereits einen Mehrkostenantrag bei der Fördermittelstelle eingereicht", sagte Hartmut Junge vom Bauamt auf der Gemeinderatssitzung am Montag.

Für den Oderwitzer Rastplatz wird viel Oberlausitzer Granit eingesetzt. Die Pläne sehen attraktive Sitzgelegenheiten vor. Außerdem ist ein Laubengang mit fünf Granit-Säulenpaaren vorgesehen. An ihnen sollen sich Kletterpflanzen hochranken, damit sie im Sommer Schatten spenden. Und wie in Mittelherwigsdorf gibt es Informationstafeln, die auf Rad- und Wanderwege im Ort und Besonderheiten hinweisen.

Auch eine Ladestation für Elektro-Autos gibt es. Vorgesehen sind zudem drei Parkplätze - zwei für E-Autos und ein Behinderten-Parkplatz. Das geplante Buswartehäuschen fügt sich dann in das gestalterische Ensemble gut ein. "Es wird aus angedeutetem Fachwerk und Granitelementen entstehen", sagt Cornelius Stempel. Der Rastplatz soll möglichst noch 2021, spätestens aber im Frühjahr fertig werden.

Die Oberlausitzer Umgebindehausstraße verläuft als Ringweg durch die Gemeinden Großschönau, Mittelherwigsdorf, Oderwitz, Kottmar sowie die Städte Herrnhut, Ebersbach-Neugersdorf und Seifhennersdorf. Sie wurde 2015 als siebente Regionalstrecke der Arbeitsgemeinschaft "Deutsche Fachwerkstädte" angeschlossen.

Rastplatz Oderwitz

Direkt vor dem Gemeindeamt entsteht jetzt auf der Fläche bis zur B96 ein Rast- und Informationsplatz in Oderwitz.
Direkt vor dem Gemeindeamt entsteht jetzt auf der Fläche bis zur B96 ein Rast- und Informationsplatz in Oderwitz. © Matthias Weber/photoweber.de

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