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Ritterspiele-Monument wird zum Problem

Der Großhennersdorfer Bildhauer Günter Schönfelder hat ein Denkmal an ein langjähriges Oybiner Spektakel und seine Gründer geschaffen. Aber wohin damit?

Die Ausmaße des Denkmals, das vom Großhennersdorfer Bildhauer Günter Schönfelder für die Oybiner Ritterspiele und deren Gründer Mario und Holger Kahl geschaffen wurde, stellt Oybin jetzt vor ungeahnte Probleme.
Die Ausmaße des Denkmals, das vom Großhennersdorfer Bildhauer Günter Schönfelder für die Oybiner Ritterspiele und deren Gründer Mario und Holger Kahl geschaffen wurde, stellt Oybin jetzt vor ungeahnte Probleme. © Matthias Weber/photoweber.de

Diese Woche haben die Oybiner Gemeinderäte zum ersten Mal die Fotos von einem Denkmal auf dem Tisch gehabt, das der Großhennersdorfer Bildhauer Günter Schönfelder zur Erinnerung an die Oybiner Ritterspiele und ihre Gründer Mario und Holger Kahl geschaffen hat und das auf der Oybiner Naturbühne aufgestellt werden soll.

Die Ritterspiele, jahrelang eines der größten und wichtigsten Theaterspektakel im Zittauer Gebirge und der ganzen Region, wird es so nicht mehr geben. Mario Kahl ist 2019 an Krebs gestorben. Sein Bruder Holger geht nicht mehr davon aus, ein Projekt solchen Ausmaßes noch einmal stemmen zu können.

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Große Ausmaße hatten aber nicht nur die Ritterspiele. „Die Größe des Monuments hat uns doch ein bisschen überrascht“, sagt Bürgermeister Tobias Steiner (SPD). Das viereinhalb mal viereinhalb Meter große Denkmal kann nämlich jetzt gar nicht so einfach aufgestellt werden. „Da müssen wir einen Bauantrag stellen“, erklärt der Bürgermeister. Als Problem dürfte sich auch der Fakt erweisen, dass die Oybiner Naturbühne, auf der die Ritterspiele stattgefunden haben, im Landschaftsschutzgebiet liegt, in dem eigentlich gar nicht gebaut werden kann.

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