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Saisoneröffnung im Volksbad Oderwitz

Eine Lösung für den fehlenden Bademeister ist gefunden. Für die Wasserzufuhr braucht es auf lange Sicht noch eine.

Mit einer Woche Verzögerung wegen der Corona-Maßnahmen ist nun die Saison im Volksbad Oderwitz eröffnet.
Mit einer Woche Verzögerung wegen der Corona-Maßnahmen ist nun die Saison im Volksbad Oderwitz eröffnet. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Nachdem am vergangenen Wochenende die Bäder in Ebersbach und in Neugersdorf wieder geöffnet wurden, hat seit Montag nun auch die Badesaison im Oderwitzer Volksbad begonnen. Vergeblich hatte die Gemeinde im Vorfeld nach einem Nachfolger für den in Ruhestand gegangenen bisherigen Bademeister gesucht. "Die Ausschreibung der Stelle führte zu keinem Erfolg", berichtete Bürgermeister Cornelius Stempel (parteilos) jetzt auf der Gemeinderatssitzung.

Deshalb hat die Gemeinde nach einer anderen Lösung gesucht. Und weil die Zeit drängte, unterschrieb der Bürgermeister bereits einen Vertrag mit der Städtischen Dienstleistungs-GmbH Zittau (SDG). Die wird nun erst einmal für diese Saison die Betriebs- und Wasseraufsicht im Volksbad übernehmen. Die Gemeinderäte sind bereits im Mai darüber informiert worden. Jetzt haben sie den Vertrag nur noch nachträglich bestätigt.

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Die Gemeinde braucht das Wasserwerk

Vier Fachangestellte für Bädertechnik haben sich bereits vor dem Saisonstart im Volksbad eingearbeitet, berichtete Hauptamtsleiterin Jana Erbe. Jeweils immer zwei von ihnen werden dann täglich Dienst im Bad haben. Oderwitz zahlt dafür an die SDG für einen Sockelbetrag von 900 Stunden in drei Abschlagszahlungen je 8.370 Euro. Nach der Saison werden dann die tatsächlich geleisteten Stunden verrechnet. Während coronabedingter Schließungen ruht der Vertrag, wie beispielsweise jetzt in der ersten Juni-Woche. Denn planmäßig sollte das Bad schon zum Kindertag geöffnet werden.

Bis einschließlich im nächsten Jahr wird Oderwitz für das Bad auch noch das Wasser vom Wasserwerk des Schokoladenwerkes Kathleen erhalten. Cornelius Stempel hofft, bis dahin eine Lösung gefunden zu haben, wie die Gemeinde das Wasserwerk danach weiter nutzen könnte. Riegelein-Rübezahl hat ja bereits angekündigt, dass das Unternehmen im April 2022 die Produktion am Standort in Oderwitz einstellt.

Ein Problem mit der Zuleitung für das Wasser zum Bad will die Gemeinde aber schon jetzt lösen. Um das Bad mit Frischwasser zu versorgen, musste bisher jedes Jahr immer ein Teil des Leitungsabschnittes oberirdisch verlegt werden. Um sich diese Arbeit künftig zu sparen und vor allem kein Zulauf-Problem mehr bei Hochwasser oder starken Regenfällen zu haben, soll nun eine Leitung unterirdisch verlegt werden.

Das Projekt soll maximal 20.000 Euro kosten. Es wird aber nur verwirklicht, wenn Oderwitz die beantragten Fördermittel von 80 Prozent erhält. Dann wird die Zuleitung noch in diesem Jahr verlegt. Auch diesem Plan haben die Gemeinderäte zugestimmt.

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