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Gewaltige Detonationen in Briefkästen und Toilette

Unbekannte richteten großen Sachschaden an der B178 bei Oberseifersdorf und in Olbersdorf an.

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In der Silvesternacht sprengten Unbekannte bei Oberseifersdorf an einer Baustelle eine Dixi-Toilette.
In der Silvesternacht sprengten Unbekannte bei Oberseifersdorf an einer Baustelle eine Dixi-Toilette. © xcitepress

Mehrfach ist das Böllerverbot zum Jahreswechsel ignoriert worden. Einige Zünder von Knallkörpern richteten aber auch bewusst zum Teil großen Sachschaden an. So haben in der Silvesternacht Unbekannte bei Oberseifersdorf eine an einer Baustelle stehende mobile Dixi-Toilette gesprengt. Durch die Sprengkraft wurde diese komplett zerstört. Das Toiletten-Häuschen stand an einem landwirtschaftlichen Weg, nur wenige Meter von der B178 entfernt. Einige Teile der Toilette wurden meterweit weggeschleudert.

Wie die Polizeidirektion in Görlitz auf Nachfrage der SZ schildert, sticht aus einer Vielzahl von Sachbeschädigungen durch Feuerwerkskörper in der Silvesternacht eine besonders hervor. Dabei verschaffte sich ein 42-jähriger Mann in Olbersdorf Zugang zum Hausflur eines Wohnblocks in der Straße "Zum Grundbachtal".

Dort zündete der Mann einen unbekannten pyrotechnischen Gegenstand in einer Briefkastenanlage. Durch die Detonation entstand erheblicher Sachschaden im Eingangsbereich des Mehrfamilienhauses, berichtet die Polizei. Die Tat ist von mehreren Zeugen beobachtet worden, welche die Polizei alarmierten und den Beamten den Täter nannten. Der entstandene Sachschaden wird auf ungefähr 10.000 Euro geschätzt.

Dennoch bilanziert die Polizeidirektion Görlitz im Allgemeinen für den Jahreswechsel für die Landkreise Görlitz und Bautzen einen relativ ruhigen Einsatzverlauf. Auch in diesem Jahr lag aufgrund der Pandemielage ein besonderes Augenmerk auf der Durchsetzung der sächsischen Corona-Notfallverordnung. In diesem Zusammenhang wurden 21 Ordnungswidrigkeitenanzeigen gestellt.

Mit Bezug auf Silvester mussten zudem 31 Strafanzeigen aufgenommen werden. So unter anderem acht Anzeigen wegen Körperverletzungen, sieben Anzeigen wegen Sachbeschädigung, sechs Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und zwei weitere wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. Zu weiteren 45 Einsätzen wurde die Polizei in den Landkreisen Görlitz und Bautzen gerufen - wegen Einsätzen im Bereich der Gefahrenabwehr sowie wegen der Verursachung unzulässigen Lärmes.

Und wie die Bundespolizei außerdem berichtet, ist von der gemeinsamen Einsatzgruppe Oberlausitz und Regeldienstkräften der Bundespolizei Ebersbach in den letzten Tagen des Jahres 2021 vermehrt die Einfuhr nicht zugelassener Pyrotechnik im Drei-Länder-Eck überwacht worden.

Dabei kamen die Polizisten sowohl offen als auch verdeckt zum Einsatz, schildert Pressesprecher Ronny Probst. Als positiv stellt er dabei heraus, dass es insgesamt sehr wenige Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz gab.

Am 30. Dezember 2021 erwischten die Polizisten aber gegen 12.30 Uhr eine 38-jährige Deutsche in Ostritz, welche in Polen 30 Böller der Kategorie F 3 kaufte. Da die Frau keinen Nachweis für eine Arbeit als Feuerwerker vorlegen konnte, wurden die Böller sichergestellt und Anzeige gegen die Frau erstattet.