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Pfiffige Mitarbeiter sparen Ostritz Geld

Die Stadt kann auf den Bau eines Pumpwerkes an der Neiße verzichten - ohne dass der Hochwasserschutz darunter leidet.

Die Stadt Ostritz kann auf den Bau eines Pumpwerkes an der Neiße verzichten.
Die Stadt Ostritz kann auf den Bau eines Pumpwerkes an der Neiße verzichten. ©  Rafael Sampedro (Archiv)

Eigentlich wollte die Stadt Ostritz für den Hochwasserschutz ein Pumpwerk im Bereich des Schwarzbachs bauen. Das sollte bei starken Regenfällen dafür sorgen, dass am Auslauf des Schwarzbaches trotz einer Böschung das Wasser besser und schnell in die Neiße fließen kann. Nach den Hochwasserschäden von 2010 ergab eine Studie, dass dafür ein Pumpwerk errichtet werden sollte, schildert Gundel Mitter von der Bauverwaltung der Stadt.

Zum Glück ist ein solches Pumpwerk aber noch nicht gebaut worden. Denn jetzt ist das gar nicht mehr notwendig. Mitarbeitern des Bauhofes ist aufgefallen, dass sich manchmal in diesem Bereich der Neiße das Wasser in den Schwarzbach sogar staut. Also muss es zwischen beiden Gewässern bereits eine Verbindung geben.

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Das bestätigte sich dann auch nach einer Kamerabefahrung. Dieser Abfluss vom Schwarzbach im Bereich der Leubaer Straße und unter der Wiese Lederwerk in Richtung Neiße war bisher nicht dokumentiert beziehungsweise gab es dafür keine Unterlagen mehr. In Verbindung mit dem vorhandenen freien Gefälle will ihn die Stadt nun aber nutzen.

Neue Pläne sind finanziell gesichert

Einstimmig haben die Stadträte nun auf ihrer Sitzung im März in einer Aktualisierung für das Projekt eine Firma unter anderem mit einem Nutzen-Aufwand-Modell beauftragt. Die Stadt kostet das zwar knapp 23.000 Euro, sie spart aber in der Folge wesentlich mehr Geld ein.

Mal abgesehen von den Baukosten, hätte das vorher geplante Pumpwerk die Stadt Ostritz jährlich etwa 2.500 Euro gekostet. Egal, ob es gebraucht würde oder nicht. Finanziell ist die neue Planung bereits gesichert. Ostritz kann mit einer 90-prozentigen Förderung rechnen.

"Das ist eine erfreuliche Entwicklung. Wir sparen, weil die Leute vom Bauhof pfiffig waren", kommentierte das beispielsweise Stadtrat Michael Deckwart (FDP). Und wie Gundel Mitter berichtete, ist bei der Förderung sogar noch eine mobile Pumpe mit drin.

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