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Trixipark: Großschönau bittet Land um Hilfe

Als kommunaler Betrieb bekommt der Freizeitpark keinen finanziellen Ausgleich für die Corona-Zwangsschließung. Das darf nicht sein, findet der Bürgermeister.

Der Trixi-Ferienpark in Großschönau darf keine Gäste empfangen. Einen finanziellen Ausgleich für die Corona-Zwangsschließung bekommt das kommunale Unternehmen nicht.
Der Trixi-Ferienpark in Großschönau darf keine Gäste empfangen. Einen finanziellen Ausgleich für die Corona-Zwangsschließung bekommt das kommunale Unternehmen nicht. © Matthias Weber/photoweber.de

Wird der Trixi-Park auch den zweiten Lockdown überstehen? Diese Frage ist so selbstverständlich nicht mit Ja zu beantworten, weiß Großschönaus Bürgermeister Frank Peuker (parteilos). Beim ersten Lockdown im Frühjahr, als der Ferienpark keine Gäste und das Freizeitbad keine Besucher empfangen konnte, hatte das kommunale Unternehmen eine halbe Million Euro an Einnahmen verloren - auf die eigenen finanziellen Rücklagen zugreifen müssen. Denn staatliche Hilfen - wie andere vom Lockdown betroffene Unternehmen - bekommt der Trixi-Park nicht.

Das Problem: Die Trixi-Park GmbH gehört zum größten Teil zu einer Unternehmensholding des Landkreises, einem komplexen Geflecht, unter dessen Dach beispielsweise auch die Abfallwirtschaft arbeitet - und das bekanntlich systemrelevant und ohne Einnahmeverluste.

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Finanziell aber arbeiten die einzelnen Unternehmen in der Holding eigenständig, erklärt Frank Peuker. Für die Trixi-Park GmbH bedeutet das eben auch, das sie keinen Cent über Umwege bekommt - wegen dieser Holding-Konstellation aber auch keinen einzigen Cent Corona-Hilfen von Bund und Land.

Großschönaus Bürgermeister hat sich deswegen schon vor Wochen an Sachsens Landesregierung und den Oderwitzer CDU-Landtagsabgeordneten Stephan Meyer gewandt. "Es muss doch eine Lösung geben, wie dem Unternehmen geholfen werden kann", findet er.

Doch bisher scheint sich das nicht abzuzeichnen: Von der Landesregierung, sagt Frank Peuker, habe er bisher nur ausweichende Antworten bekommen. Deswegen habe er sich inzwischen auch an den Oberlausitzer Bundestags-Abgeordneten und ehemaligen Parteifreund Thomas Jurk (SPD) gewandt. "Beim Trixi-Park geht es schließlich um den größten Beherbergungs- und Freizeitbetrieb der Region und ein Unternehmen mit 70 Arbeits- und zehn Ausbildungsplätzen", so der Bürgermeister.

Auch Stephan Meyer will nicht lockerlassen. Er hat sich an den CDU-Bundestagsabgeordneten Marco Wanderwitz gewandt mit der Bitte um Prüfung, inwiefern eine klarstellende Regelung seitens des Bundes erfolgen kann, um die Trixi-Park-Gesellschaft bei den Bundeshilfen zu berücksichtigen.

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