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Vermisster Mann wird in Jonsdorf gesucht

An der Gondelfahrt ist der 51-Jährige aus der Nähe von Berlin zuletzt gesehen worden. Die Polizei bittet nun um Hilfe. Auch eine Jonsdorferin bleibt vermisst.

An der Gondelfahrt ist der Vermisste zuletzt gesehen worden.
An der Gondelfahrt ist der Vermisste zuletzt gesehen worden. © Polizei

Die Männer der Bergwacht und Polizeibeamte haben am Freitag alle Winkel abgesucht: Die Felsspalten in den  Nonnenfelsen, die unwegsamen Stellen in den Mühlsteinbrüchen, den Gondelteich, den Klettersteig. Sie konnten Jens-Bernd Stade aus Fennpfuhl bei Berlin bis zum Einbruch der Dunkelheit nicht finden.

Und tatsächlich verliert sich in Jonsdorf seine Spur: Am Montagnachmittag, dem 5. Oktober, wird er hier zum letzten Mal gesehen. Er sitzt in der Gondelfahrt, trägt sportliche Outdoorkleidung, ein blaues Oberteil und eine graue Hose.

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Schon seit dem 1. Oktober wird der 51-Jährige vermisst. Angehörige hatten die Berliner Polizei informiert. Bei den Ermittlungen stellt sich herausgestellt, dass er ins Zittauer Gebirge gefahren ist, eine Gegend, in der er sich sehr gut auskennt.

"Seine Angehörigen machen sich große Sorgen", sagt Kai Siebenäuger von der Görlitzer Polizeidirektion. "Der Vermisste leidet an Diabetes und benötigt dringend Medikamente", so der Sprecher. Er könnte sich in einer hilflosen Lage befinden - und zusätzlich auch noch in einem psychischen Ausnahmezustand. Eine Gefahr für seine Gesundheit und sein Leben seien nicht auszuschließen, auch nicht, dass er Suizid-Absichten hat, heißt es von der Polizei.

Vermutlich ist Jens-Bernd Stade mit seinem Fahrrad unterwegs. Die Polizei geht davon aus, dass er sich noch im Zittauer Gebirge befindet. Gegenwärtig wird geprüft, wie die Suche weiter fortgesetzt werden kann, sagt Kai Siebenäuger. Auch der Einsatz eines Mantrailer-Hundes werde aktuell geprüft.

Weil die Suche nach dem Vermissten bisher erfolglos geblieben ist, hat sich die Polizei am Montag entschlossen, mit einem Foto des Vermissten an die Öffentlichkeit zu gehen. Auch die Berliner Polizei fahndet jetzt öffentlich nach dem 51-Jährigen. 

Wer hat den Vermissten gesehen?

Jens-Bernd Stade wird vermisst.
Jens-Bernd Stade wird vermisst. © Polizei

Jens-Bernd Stade wird folgendermaßen beschrieben: Er hat ein scheinbares Alter von 45 bis 50 Jahren, ist etwa 1,70 Meter groß, hat eine schlanke, athletische Figur, aschblonde, kurze Haare und einen hohen Stirnansatz. Unterwegs ist er mit einem dunkelblauen Univega-Herrenrad, einem sehr gepflegten, älteren Modell mit einem breiten Lenker mit Hörnchen und schmalen Reifen.

Die Polizei bittet um Mithilfe: Wer hat den Vermissten im Zittauer Gebirge möglicherweise gesehen? Hinweise nehmen die Kriminalpolizei der Direktion 3 in  Berlin-Marzahn unter der Rufnummer 030 4664 -371100 und  das Führungs- und Lagezentrum der Polizeidirektion Görlitz unter der Rufnummer 03581 468-100 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Auch Christiane Herzig bleibt verschwunden

Auch die Suche nach Christiane Herzig aus Jonsdorf ist bisher erfolglos geblieben. Die 32-Jährige war bereits im Juni spurlos verschwunden. Die Polizei hat derzeit keine weiteren Anhaltspunkte dafür, wo sich die junge Frau befinden könnte.

Christiane Herzig (32), geb. Reinhold, aus Jonsdorf wird seit dem 7. Juni vermisst.
Christiane Herzig (32), geb. Reinhold, aus Jonsdorf wird seit dem 7. Juni vermisst. © privat

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