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Wer hat so viel fürs Feuerwehrauto geboten?

55 Interessenten haben bei einer Auktion in Berlin mitgesteigert. Und sie trieben den Verkaufspreis für Leutersdorf enorm hoch.

Dieses Löschfahrzeug vom Typ Mercedes hatte Leutersdorf 1998 neu gekauft und es jetzt versteigern lassen.
Dieses Löschfahrzeug vom Typ Mercedes hatte Leutersdorf 1998 neu gekauft und es jetzt versteigern lassen. © Gemeinde

Alles richtig gemacht. Die Gemeinde Leutersdorf ist beim Verkauf ihres alten Feuerwehrautos jetzt einen für sie ganz neuen Weg gegangen. Und der hat sich mehr als ausgezahlt. Etwa das Doppelte als erhofft, bekommt sie nun dafür.

Leutersdorf hat mit dem Verkauf des Fahrzeuges eine Treuhand-Verwertungsgesellschaft des Bundes in Berlin beauftragt. Die bot das Fahrzeug bei einer Auktion an. 55 Interessenten haben für das Feuerwehrauto mitgeboten, berichtet Jürgen Reichel vom Kommunalamt der Gemeinde. Jetzt wird es wieder in die alten Bundesländer zurückgehen. Denn das höchste Angebot kam mit reichlich 20.000 Euro aus Baden-Württemberg. Mit 10.000 Euro war es ursprünglich vor der Versteigerung bewertet worden.

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"Wir brauchen es nicht mehr. In Leutersdorf und in Spitzkunnersdorf haben wir nun jeweils ein neues Fahrzeug", begründete Bürgermeister Bruno Scholze (CDU) vor der Auktion die Verkaufsabsichten. Erst kurz vor Weihnachten 2020 hatte Leutersdorfs Ortsfeuerwehr ein neues Löschfahrzeug erhalten.

Das nun versteigerte Fahrzeug ist ein 22 Jahre alter Mercedes. 17.377 Kilometer ist das Löschgruppenfahrzeug LF 8/6, wie die Bezeichnung des Mercedes richtig lautet, gefahren. Den Schriftzug Feuerwehr muss der Käufer nun aber entfernen. Was er mit dem Fahrzeug vorhat, ist ungewiss. "Der Käufer hat sich bei uns noch nicht gemeldet", sagt der Bürgermeister.

Nun sind alle neugierig auf den Käufer

Unter den Angeboten bei der Auktion waren auch Interessenten aus der Oberlausitz und sogar einer aus der Gemeinde dabei. Bruno Scholze hatte es einst 1998 als Neuwagen für die Feuerwehr persönlich vom Hersteller in München abgeholt.

Der Bürgermeister ist nicht nur wegen dem unerhofft guten Verkaufserlös froh, sondern ebenso, es über die Verwertungsgesellschaft angeboten zu haben. Auch wenn die Gemeinde ihr vom Verkaufspreis neun Prozent Provision abgeben muss, hat sie immer noch das Doppelte als erwartet erhalten.

Zudem hat sich die Verwertungsgesellschaft um alles - bis hin zur Rechnungsstellung - gekümmert. Jetzt sind vor allem die Kameraden der Feuerwehr gespannt, wer denn nun ihr altes Auto abholen wird.

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