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"Die Haltestellen sind eine Zumutung"

In Zittau ist es manchmal nicht so einfach, in die Busse der Stadt-Linien einzusteigen. Das Problem mit den Schneebergen gibt es aber nicht nur hier.

Nur einen schmalen Gang durch die Schneeberge am Fahrbahnrand gibt es beispielsweise an der Bus-Haltestelle beim Rewe in Zittau.
Nur einen schmalen Gang durch die Schneeberge am Fahrbahnrand gibt es beispielsweise an der Bus-Haltestelle beim Rewe in Zittau. © Matthias Weber/photoweber.de

Wie es derzeit an einigen Bushaltestellen der Stadt-Linien in Zittau aussieht, das ärgert Torsten Link gewaltig. Auch, dass er auf eine Nachfrage bei der Kraftverkehrsgesellschaft Dreiländereck (KVG) deswegen immer noch keine Antwort erhielt. "Es kann nicht sein, dass ein Zustieg sowie ein Ausstieg aus den Bussen nicht mehr möglich ist, beziehungsweise der Fahrgast deswegen durch 50 Zentimeter hohen Schnee stapfen muss", schildert der Zittauer.

Torsten Link hat jetzt selbst, zufällig an der Haltestelle beim Rewe-Markt in Zittau, einer Frau nach dem Aussteigen aus einem Bus geholfen und sie aus dem Schnee heraus geholt, damit sie auf den Fußweg kommt. "Für Fahrgäste ist das eine Zumutung und für Menschen mit Rollator oder einer Gehbehinderung noch schlimmer", sagt er. Im Sommer würde ständig der Haltestellen-Dienst fahren. Warum nicht auch im Winter, um die paar Meter Schnee zu räumen?, fragt er.

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Auch an dieser Haltestelle an der Hochwaldstraße in Zittau ist das Ein- und Aussteigen in die Busse nicht so einfach.
Auch an dieser Haltestelle an der Hochwaldstraße in Zittau ist das Ein- und Aussteigen in die Busse nicht so einfach. © Torsten Link

"Das ist ein generelles Problem und betrifft nicht nur Zittau", sagt KVG-Geschäftsführer Alfons Dienel. Das Bus-Unternehmen ist aber für den Winterdienst an den Haltestellen nicht zuständig, sondern lediglich für das Schild und den Fahrplan. Die KVG mahnt selbst die Zustände an den Haltestellen regelmäßig an. Denn oft werden zwar die Straßen vom Schnee befreit, durch die Räumfahrzeuge aber eben auch die Zugänge an den Haltestellen schwer passierbar gemacht. "Und manchmal werden leider sogar auch die Busbuchten nicht richtig geräumt", so der KVG-Geschäftsführer.

Wie Alfons Dienel berichtet, gibt es das Problem mit den schlechten Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten im Winter in fast allen größeren Orten, vor allem aber in Zittau, Löbau und dem Oberland. Aber es gibt auch eine Gemeinde, die hierbei besonders positiv aus dem Rahmen fällt. "In Großhennersdorf wird der Winterdienst an den Haltestellen vorbildlich gemacht", sagt er.

"Wir kommen unserer Aufgabe für den Winterdienst an den Haltestellen nach", berichtet dagegen Zittaus Stadtsprecher Kai Grebasch. Er hat sich wegen der Nachfrage der SZ extra noch mal bei der Städtischen Dienstleistungsgesellschaft (SDG) erkundigt, die dafür zuständig ist. "Für die Bürger ist das sicherlich schwer zu verstehen, aber für die Haltestellen gibt es unterschiedliche Zuständigkeiten", erklärt er. Je nachdem, ob es sich um eine kommunale, Kreis- oder Bundesstraße handelt. Aber das sei noch gar nicht so das Problem. Leider, so Kai Grebasch, nehmen einige ihre Anliegerpflichten nicht ernst beziehungsweise wissen vielleicht auch nicht, dass sie dafür zuständig sind. Denn oft landet der Schnee nach dem Einsatz der Räum- und Streufahrzeuge auf dem Fußweg. Und dort bleibt er dann auch an den Haltestellen liegen.

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