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Zittau

Was es zum Mandaujazz zu sehen gibt

Vom 2. bis 23. Oktober läuft das Festival-Programm im Dreiländereck. Dabei geht's nicht nur musikalisch zu.

Sie treten unter anderem beim Mandaujazz auf: Paul Batto Jr., JMO, Nina's Rusty Horns, Uschi Brüning & Lukas Natschinski (von oben links nach unten rechts).
Sie treten unter anderem beim Mandaujazz auf: Paul Batto Jr., JMO, Nina's Rusty Horns, Uschi Brüning & Lukas Natschinski (von oben links nach unten rechts). © PR

Drei Wochen lang regiert an der Mandau der Jazz: Vom 2. bis 23. Oktober kommen Größen der Szenen, Newcomer und Lokalhelden ins Dreiländereck, um das 25. Festival auszugestalten. "Bisher können alle Konzerte planmäßig stattfinden", teilt der Veranstalter mit, bittet aber darum, die Möglichkeit des Kartenvorverkaufs zu nutzen. "So können wir besser planen und die Situation am Einlass wird dadurch deutlich entspannt. Und für Dauergäste gibt's das 1-2-3-frei-Rabattsystem. Dafür können sie bei Mehrfachbesuchen das vierte Konzert kostenfrei genießen. Die Stempelkarte gibt's an der Abendkasse.

Das Programm

Uschi Brüning & Lukas Natschinski (D) 

(Autobiografie | Jazz | Soul) 

02.10.2020, 19.30 Uhr

Kretscham Niederoderwitz, Straße der Republik 70, Oderwitz 

Vorverkauf: 14 €, Abendkasse: 18 € 

Info: Sitzkonzert, Lesung in Deutsch

Hörbeispiel

Manfred Krug schwärmte für ihre Stimme, Ulrich Plenzdorf setzte ihr ein Denkmal in "Die neuen Leiden des jungen W.". Nun erzählt Uschi Brüning, die große Jazz- und Soulsängerin, erstmals von ihrem Leben als Musikerin in der DDR, dem ständigen Vabanquespiel mit dem SED-Regime und warum sie dennoch nie die Ausreise in den Westen erwogen hat. Schon von klein auf singt sie mit Begeisterung zu Hause, auf der Straße, im Kinderheim, in der Schule. Mit dreizehn beschließt sie, als Sängerin berühmt zu werden. Ihre großen Vorbilder sind Caterina Valente und Ella Fitzgerald. An der Seite von Manfred Krug feiert die junge Uschi Brüning ihre ersten Bühnenerfolge. Sie gründet eine eigene Band, will sich als Frau in der Männerwelt des Jazz behaupten. Bald lernt sie den Saxophonisten Ernst Ludwig Petrowsky kennen. Die beiden werden ein Paar und musikalische Partner, genießen als erfolgreiche Künstler manche Freiheiten: Jazz ist die geduldete Nische, in der sich auch Unangepasste und Regimekritiker relativ zwanglos zusammenfinden können. "So wie ich" ist eine außergewöhnliche Reise in die ehemalige DDR und ihre Musikszene – und eine Liebeserklärung Uschi Brünings an den Mann ihres Lebens. Vor allem aber gibt das Buch Einblick in das ebenso bewegte wie bewegende Leben dieser hinreißenden Jazzsängerin. Auf Ihrer Lesereise wird Uschi Brüning von dem jungen aufstrebenden Pianisten Lukas Natschinski begleitet. Er unterstützt Uschi im musikalischen Teil am Piano, denn ohne Gesang lässt das Publikum eine Uschi Brüning nicht von der Bühne. Freuen Sie sich auf einen Abend mit interessanten Geschichten und berührenden Liedern.

Crossover Quartett (CZ) 

(Modern Jazz) 

03.10.2020, 19.30 Uhr

Café Stodola, Palackého 206/2, Rumburk 

Vorverkauf: 150 Kč, Abendkasse: 150 Kč

Info: Sitzkonzert

Hörbeispiel

Das Crossover Quartet, unter der Leitung von Marek Novotný, verbindet die Prinzipien von Kammerklassik und Jazzmusik. Ihr Repertoire bewegt sich auf dem bewährten Grundriss eines Klaviertrios (begleitet von Cello und Violine), das durch Josefína Čermákovás wunderschöner Stimme noch bereichert ist. Čermáková fährt ein originelles Konzept des klassischen Konzertliedes, das mit starken vokalen Arrangements kombiniert ist, bei denen alle Mitglieder des Quartetts nicht nur Instrumentalisten, sondern gleichfalls auch Sänger sind.

Nina's Rusty Horns (D) 

(Dixieland | New Orleans | Swing) 

04.10.2020, 16 Uhr

Ev.-Luth. Kirche, Am Kirchberg 1, Hainewalde 

Vorverkauf: 13 €, Abendkasse: 16 € 

Info: Sitzkonzert

Hörbeispiel

Nina's Rusty Horns hauchen längst in Vergessenheit geglaubtem New Orleans-Jazz der 20er Jahre neues Leben ein. Der Sound der rostigen Hörner ist inspiriert von ehrwürdigen Blues-Ladys, wie Bessie Smith, Georgia White oder Memphis Minnie. Beispiellos vermag es das Kölner Sextett um Nina Lentföhr die ursprünglichen Klänge entlang des Mississippi auszugraben, grob abzustauben und mit viel Liebe zum Detail frisch und lebendig zu präsentieren. Das Ergebnis klingt nach Swing und manchmal auch wie ein Vorgeschmack auf die Anfänge des Rock’n‘Roll. Die Stimme von Lentföhr ist dabei direkt und originell, mit einem bluesigen Timbre und geschmackvoll platzierten Schnörkeln. Nina's Rusty Horns haben jede Menge pulsierender und erdiger Stücke im Repertoire, die gute Geschichten erzählen. Und wenn sich hin und wieder ein antiquierter deutscher Schlager ins Programm verirrt, fühlt er sich darin gleichwohl wie zu Hause. Gestartet zu sechst sind Nina‘s Rusty Horns mittlerweile deutschlandweit auch immer wieder zu acht unterwegs, erweitert um Banjo und Klarinette. 

Paul Batto Jr. (SLO) 

(Blues | Gospel) 

06.10.2020, 19.30 Uhr

Webschule, Waltersdorfer Straße 75, Großschönau 

Vorverkauf: 10 €, Abendkasse: 12 € 

Info: Sitzkonzert

Hörbeispiel

Der Sänger, Gitarrist und Songschreiber Paul Batto Jr. tourt seit über 20 Jahren quer durch ganz Europa, tritt in Radio und Fernsehen auf und hat sich bei Kritikern und Publikum zugleich einen guten Namen gemacht. Seine musikalischen Einflüsse reichen von John Lee Hooker über Frank Sinatra bis Mahalia Jackson. Und doch hat seine Musik einen ganz eigenen Stil, verwurzelt im Jazz, Blues und Gospel. Zu seinem Repertoire gehören zudem Jazzklassiker von Duke Ellington, George Gershwin und Irwing Berlin. Erlebenswert ist nicht nur sein subtil lyrisches Gitarrenspiel (ob mit oder ohne Bottleneck), sondern auch seine eigenwillig raue Bluesstimme. Mit einem Timbre, das mit einer ungezähmt kerbigen Tragfähigkeit an „Blood, Sweat and Tears“-Frontsänger David Clayton-Thomas erinnert, singt er vom Leben und Leiden – ganz in der Bluestradition. Die neuen Stücke zaubern nicht nur durch ihre Performance und die elastisch-swingenden Grooves, sondern mit einer abgerundeten Gesamtstimmung ein bleibendes Bild in das hörende Auge des aufmerksamen Publikums.

Pavel Hrubý Trio – Between the Lines (CZ) 

(Modern Jazz) 

08.10.2020, 19.30 Uhr 

Zámek Šluknov, Zámecká 642, 407 77 Šluknov 

Vorverkauf: 200 Kč, Abendkasse: 200 Kč 

Info: Sitzkonzert

Hörbeispiel

Beim Kammerjazzprojekt Between The Lines, das einzigartige Brücken zu zeitgenössischer Musik, Improvisation und World Music schlägt, treffen drei führende Persönlichkeiten der gegenwärtigen Jazzszene Tschechiens aufeinander. Das Trio gastierte bereits auf namhaften Festivals, wie dem internationalen Bohemia Jazz Fest. Ihr gleichnamiges Album wurde nominiert für den Anděl in der Kategorie Jazz and Blues und landete 2014 unter den Top 5 ihres Genres in Tschechien. Als wäre das noch nicht genug, rühmte 2014 der renommierte Jazzkritiker und Musikpublizisten Milan Tesař ihr Album sogar unter den 14 besten Alben aller Genres.

"Verwandlungen" Anne Swoboda & Marc Winkler (D) 

Erzähltheater mit Jazz/ Divadlo a jazz

09.10.2020, 19.30 Uhr

Kulturfabrik meda, Hainewalder Str. 35, Mittelherwigsdorf

Vorverkauf: 11 €, Abendkasse: 14 € 

Info: Sitzkonzert

Hörbeispiel

Die Puppenspielerin Anne Swoboda (Theater 7schuh) und der Sologitarrist Marc Winkler sind weithin mit ihren Theater- und Musikprojekten erfolgreich unterwegs. Erstmals stehen die beiden Görlitzer nun gemeinsam auf der Bühne, um das Publikum an einem Abend für die Sinne mit Wort, Bild und Musik ins Land der Fantasie zu führen. Unter dem Titel "Verwandlungen" treffen poetisches Erzähltheater mit Figuren und Objekten auf virtuoses Gitarrenspiel. Ein Abend für Herz und Hirn, der sich vom „Es war einmal...“ bis zum „...und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage“ spannt. Lassen Sie sich überraschen von einem Theater- und Konzerterlebnis der besonderen Art. 

Karl Valentin "Mögen hätte ich schon gewollt..." 

(s/w-Kurzfilme) 

10.10.2020, 19.37 Uhr

Kronenkino, Äußere Weberstraße 17, Zittau 

Vorverkauf: 5 €, Abendkasse: 7 € 

Info: Sitzveranstaltung/Filme auf Deutsch ohne Untertitel

Im Rahmen der 10. Zittauer Kulturnacht präsentiert die Hillersche Villa Kurzfilme vom Zittauer Original Karl Valentin. Halt, Stopp – Karl Valentin ist Zittauer? Nun nicht ganz, seine Mutter war es. Und wir möchten fortan Zittau ins „Valentinsche“ Gedächtnis rufen, gemeinsam mit dem Karl Valentin Musäum München und dem Valentin-Verein „Saubande“. Der Kurzfilmabend gibt hierfür den Auftakt. Freuen sie sich auf hintersinnigen und quer gedachten Humor – von und mit Karl Valentin. Als besonderes Happening wird ein ausgewählter Filmbeitrag live vom Jazz-Trio Lammel Lauer Bornstein vertont, das ab 22.30 Uhr zum krönenden Abschluss der Kulturnacht mit hoher Piano-Trio-Kunst aufwartet. Zur 10. Zittauer Kulturnacht öffnen eine Vielzahl Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie Kirchen der Stadt Zittau ihre Türen und laden zu einer außergewöhnlichen Nacht voller Erlebnisse ein. Von 18 bis 23 Uhr können Sie einen Abendbummel durch die verschiedenen Einrichtungen unternehmen und dabei Musikstücken und Vorträgen lauschen, bei Führungen Wissenswertes lernen, Theaterstücke, Filmvorführungen und Ausstellungen anschauen und erlesene Leckereien probieren. Mit nur einem Eintritt erleben Sie die kulturelle Vielfalt der Stadt Zittau.

Lammel | Lauer | Bornstein (D) 

(Piano-Jazz) 

10.10.2020, 22.30 Uhr

Kronenkino, Äußere Weberstraße 17, Zittau 

Vorverkauf: 5 €, Abendkasse: 7 € 

Info: Sitzkonzert

Hörbeispiel

Lammel Lauer Bornstein – „Das ist hohe Piano-Trio-Kunst, die auch den internationalen Vergleich nicht zu scheuen braucht“ (Jazz-Podium 04/2014). Ihr Klang ist reizvoll, mit individueller Ästhetik, gleichzeitig filigran und ausdrucksstark, aktuell und zeitlos. Die facettenreiche Musik schlägt eine Brücke zwischen Jazz und Klassik, mit kleinen Abzweigen Richtung Pop. Das Trio selbst versteht sich als gleichberechtigtes Kollektiv. Genauer gesagt, als Vereinigung von drei recht unterschiedlichen Charakteren, deren persönliche Geschichten und musikalische Vorlieben erkennbar sind, die sich aber nicht offensiv in den Vordergrund drängen, sondern sich gegenseitig bereichern. So kreiert das Trio einladend transparente Räume mit luftigen Strukturen. Entsprechend können alle Instrumente atmen, sich auch in Nuancen entfalten und stehen plastisch im Raum. In ihrem aktuellen Programm loten die drei noch entschiedener die Spanne zwischen lyrischen Balladen und kraftvollen Stücken aus. Dynamisch vereinen sie traumverlorene Melodien und harmonische Vielfalt, ansteckende Grooves und rhythmisch ausgefeilte Strukturen zu ihrer persönlichen Klangsprache. "LLB wissen, wie man ein Publikum bei Laune halten kann, ohne in plakatives Entertainment zu verfallen." FAZ 01/18 . Die individuellen Charaktere sind preisgekrönt, u.a. mit dem Europäischen Nachwuchs Jazzpreis Burghausen, dem Krokus Jazzpreis Jelenia Gora, dem Internationalen Jazzpreis Avignon und den AES Conventions in Paris.

JMO – Jan Galega Brönnimann, Moussa Cissokho, Omri Hason (CH | SN | IL) 

(World Jazz) 

11.10.2020, 19.30 Uhr

Divadlo Varnsdorf, Partyzánů 1442, 407 47 Varnsdorf 

Vorverkauf: 200 Kč, Abendkasse: 200 Kč 

Info: Sitzkonzert

Hörbeispiel

Das von der internationalen Presse gefeierte Trio JMO erzeugt mit seiner eigenen Kunst des Erzählens eine pure musikalische Spannung, die sich im Zusammenspiel traditioneller und moderner Musik aus Europa, Afrika und dem Orient entlädt. Die perlenden Klänge der Kora, auch „afrikanische Harfe“ genannt, werden begleitet vom warmen Ton der Bassklarinette und orientalischen Percussions, die umspielt sind von weichen und schwankenden Afrosongs. Ihre Musik lässt die Kunst des Geschichtenerzählens wieder aufleben. Die erste CD „Al nge taa“ (die mittlerweile bereits in ihrer dritten Auflage erscheint) wurde international von der Presse und vom Publikum gefeiert! Auch beim Mandaujazz gaben sich JMO bereits die Ehre, was vielen in so lebendiger Erinnerung geblieben ist (und was zu so steter Nachfrage geführt hat, wann JMO erneut das Mandaujazzparkett betritt), dass das Trio in diesem Jahr wieder die Festivalbühne für sich erobert. Ein Grund mehr JMO zu erleben, ist ihr neues vielversprechendes Album. „Dandoula Tala“, so der Name, bedeutet in der Sprache der westafrikanischen Mandinka „no borders“, was sich nicht nur auf ihre Musik beziehen lässt. Das Repertoire stammt von allen drei Musikern und zeigt ihre unterschiedlichen musikalischen Einflüsse. Das Aufeinandertreffen der drei Kulturen, die Auswahl der Instrumente und der reiche Fundus an Ideen, Melodien und Rhythmen machen ihre Musik zu einem unvergesslichen Hörabenteuer.

Agnieszka Twardoch Quartet (PL/ CZ/ RUS)

(Standard | Jazzpop | Romantic) 

14.10.2020, 19 Uhr

Na Kopečku, Krásnolipská 540/22, Rumburk 

Vorverkauf: 150 Kč, Abendkasse: 150 Kč 

Info: Sitzkonzert

Hörbeispiel

Sanfte romantische Kompositionen und Jazzstandards machen dieses international aufgestellte Jazz-Ensemble zu einem echten musikalischen Vergnügen. Die meisten Songs stammen aus der Feder der Sängerin Agnieszka Twardoch, deren fesselnde Stimme das Publikum ab dem ersten Moment um den Finger wickelt und nicht mehr loslässt. Agnieszka verwendet für ihre Kompositionen Elemente aus Jazz, Blues, Jazz Pop und der polnischen Avantgarde-Szene der 1960er bis 1990er Jahre. Deshalb zeigt sich in ihrer Musik auch ein starker bluesiger Akzent mit einem Hauch slawischer Melancholie. Ihre Texte sind inspiriert von der polnischen Poesie des 20. Jh. und natürlich von ihren persönlichen Erfahrungen.

Iris nejde s Davem (CZ) 

(Šanson/ Chanson) 

15.10.2020, 19 Uhr

Pijánofka, Boženy Němcové, Varnsdorf 

Vorverkauf: 150 Kč, Abendkasse: 150 Kč 

Info: Sitzkonzert

Hörbeispiel

Die Schauspielerin und Sängerin Iris Kristeková und der Pianist David "Dave" Hlaváč bilden zusammen das perfekte musikalische Paar. Sie fesselt mit ihrem tief verschleierten, rauchigen Alt und einer starken Interpretationslinie. Er ist zutiefst versunken im Spiel und seinen sich daraus spontan entfesselnden Bewegungen. Ihre eigenen Kompositionen dringen in das Repertoire ein und verbinden sich mit Jazzklassikern, Chansons und Musical-Evergreens, was durch ihre unvergessliche Darbietung eine weitere faszinierende Dimension schafft.

Marie Spaemann (AT) 

(Soul | Pop I Jazz) 

16.10.2020, 20 Uhr

 Kronenkino, Äußere Weberstraße 17, Zittau 

Vorverkauf: 14 €, Abendkasse: 18 €

Info: Sitzkonzert

Hörbeispiel

Die außergewöhnliche Wiener Cellistin Marie Spaemann ist normalerweise als Solistin mit großen, internationalen Orchestern unterwegs. Zuletzt war sie mit Starkomponist Hans Zimmer auf Tournee und begeisterte jeden Abend mehr als 10.000 Fans. Derzeit ist sie auf Solo-Tournee und präsentiert ihr neues Album GAP in exquisiter aber eigenwilliger SingerSongwriterin-Manier. Mit ihrer charakteristischen Stimme, ihrem Cello und der Loop-Station changieren Marie Spaemanns Songs zwischen Pop, Soul und Jazz. Dabei verpackt sie tiefgründige Texte in betörende Rhythmen und Melodien. Ihr musikalischer Weg ist einerseits von ihrem kontemplativen und neugierigen Zugang zu den unterschiedlichen Formen des Kunstschaffens geprägt, andererseits von einer regen und vielseitigen Konzerttätigkeit. In Wien verzauberte sie mit einer beeindruckenden Bühnenperformance und ihrer expressiv-authentischen Art 47.000 Zuschauer. Mit ihrem Cellospiel gewann Marie Spaemann den internationalen Johannes Brahms- Wettbewerb in Pörtschach; wenige Jahre später tourte sie als Solo-Vorband und Sängerin des Elektroswing-Pioniers [dunkelbunt] durch Deutschland und Österreich und veröffentlichte ihre ersten Songs. Neben Auftritten als Solistin in Begleitung zahlreicher Orchester (u.a. Norddeutsche Philharmonie, Zagreber Philharmoniker, Kroatisches Kammerorchester) führen ihre Konzerte sie auf unterschiedlichste Bühnen internationaler Festivals. Darunter das “Alpen Arte” und „More Ohr Less“ Festival in Österreich, „Next Generation“ in der Schweiz, das „Podium-“ sowie das „Fusion-Festival“ in Deutschland, das “Dubrovnik Summer Festival” in Kroatien, „Puplinge Classique“ in Frankreich, das südkoreanische Festival “Classic Garden” und “Konzerthaus International” in New York. Letztes Jahr trat Marie Spaemann mit ihrem Solo-Programm unter anderem auf der Amsterdamer Cellobiennale sowie im Duo mit Christian Bakanic (Akkordeon) im Berio-Saal des Wiener Konzerthauses auf. 

Tubarovka (D) 

(Brass | Ragtime | Blues) 

17.10.2020, 19.30 Uhr

Pivovar Kocour, Rumburská 1920, 407 47 Varnsdorf 

Vorverkauf: 200 Kč, Abendkasse: 200 Kč 

Info: Sitzkonzert, Tanzkonzert

Hörbeispiel

Tubarovka spielen untraditionelle Blasmusik für Jung und Alt. Das 6-köpfige Brassensemble um die charismatische Sängerin Sina Bachmann kennt sich aus der angesagten Dresdner Szene und spielt eine ungenierte Mischung aus Ragtime, Jazz und Blues des frühen 20. Jahrhunderts. Gesetzt wird dabei auf klassisch bewährte Instrumente und ein erprobtes Getränk – heraus kommt Tubarovka in bester Qualität, naturbelassen und ohne Zusatzstoffe.

Fanfán Tulipán (CZ) 

(Jazz | Funk | Chanson) 

17.10.2020, 19.30 Uhr

Pivovar Kocour, Rumburská 1920, 407 47 Varnsdorf 

Vorverkauf: 200 Kč, Abendkasse: 200 Kč

Info: Sitzkonzert, Tanzkonzert

Hörbeispiel

Fanfán Tulipán sind seit zehn Jahren in der tschechischen Musikszene aktiv und beschreiben sich als eine Symbiose aus Jazz, Funk, Chanson und Filmmusik. Eliška Vidomus' Kompositionen stecken voller Fantasie und sind inspiriert von Ideen verschiedener Landschaften und Situationen, zu denen sie ihre eigenen "Soundtracks" kreiert. Auf ihrem letzten Album Genius of the Night, das Mysterium und Raffinesse ausstrahlt, ist das nicht anders. Überzeugen Sie sich selbst bei einem Konzert in der Brauerei Kocour!

"Aus dem Nähkästchen geplaudert" Anne Swoboda & Marc Winkler (D) 

(Märchen und Jazz/ Pohádka a jazz) 

18.10.2020, 16 Uhr

Hillersche Villa, Klieneberger Platz 1, Zittau 

Vorverkauf: 9 €, Abendkasse: 13 € 

Info: Sitzveranstaltung/Spieldauer 45 min/ab 4 Jahren

In einem alten Nähkästchen finden sich Dinge, die auf Geschichtenspuren führen: Die alte Häkelnadel wird zur Angel und zieht einen verwunschenen Prinzen an Land, ein Huhn träumt davon, die Welt zu retten und die kleine Glücksmühle erfüllt fast alle Wünsche! Worte, Klänge, Bilder und Figuren nehmen die Zuhörer mit ins Land der Sprache und der Fantasie. Ein Erzähltheater mit Puppen und Objekten für Groß und Klein, stimmungsvoll begleitet von jazzigen Klängen. Die Puppenspielerin Anne Swoboda (Theater 7schuh) und der Sologitarrist Marc Winkler sind weithin mit ihren Theater- und Musikprojekten erfolgreich unterwegs. Erstmals stehen die beiden Görlitzer nun gemeinsam auf der Bühne, um das Publikum auf eine abenteuerliche Reise für die Sinne zu führen.

Bal Folk-Tanzworkshop (Rémi Geffroy) 

18.10.2020 

Info: https://www.kulturfabrik-meda.de/

Hörbeispiel

Rémi Geffroy präsentiert Bal Folk Musik mit Schwerpunkt auf Südfrankreich. Die Musik des Bal Folk ist vielfältig, verspielt und voller Energie. Vor allem ist die Musik jedoch eines: Musik zum Tanzen. Die Idee des Bal Folk gleicht einem idealisierten Dorffest. Es gibt keine festen Partner, sondern jeder tanzt mit jedem. Unter der Leitung von Rémi Geffroy widmet sich der erste Workshop thematisch den wichtigsten Tänzen des Bal Folk: Schottisch, Walzer und Mazurka. Der zweite Workshop vermittelt Tänze aus Südfrankreich: Rondeau und Bourrée. Mit ein bisschen Wissen über Grundschritte und Figuren gewinnt das Spiel mit dem Partner, das Führen und Folgen im Tanz an Freude und Selbstbewusstsein. Fünf Tänze in zwei Stunden hört sich nach viel an, aber die Schrittfolgen sind einfach und dennoch lebendig. Jeder Tanz lebt davon, ihn gemeinsam auszuprobieren. Also nur keine Angst und kommen Sie vorbei. Es geht nicht darum, möglichst gut zu sein, sondern möglichst viel Spaß zu haben. Ein Konzept, das Generationen verbindet. Die Workshops sollen ein Gespür für die wichtigsten Tänze des anschließenden Konzertabends mit dem Rémi Geffroy Trio schaffen, sodass jeder Kursteilnehmer mittanzen kann. Achtung: Im Bal Folk sind Kreis und Partnerwechseltänze üblich. Diese werden aufgrund des Hygienekonzeptes wegen Covid19 voraussichtlich nicht getanzt werden können.

Rémi Geffroy Trio (F) 

(Balfolk |Jazz | Pop) 

18.10.2020, 19.30 Uhr

Kulturfabrik meda, Hainewalder Str. 35, Mittelherwigsdorf 

Vorverkauf: 10 €, Abendkasse: 14 € 

Info: Sitzkonzert

Hörbeispiel

Ein wenig Melancholie, eine gute Dosis Rhythmus und Energie, die entfesselt! Das ist das Rezept der Balfolk-Musik des Rémi Geffroy Trios. Schon früh von traditioneller Musik, Jazz und Pop fasziniert, schuf Rémi Geffroy mit seinem Lieblingsinstrument, dem diatonischen Akkordeon, seinen unverkennbaren Stil. Seine Eigenkompositionen verbinden Modernität mit Tradition und faszinieren durch ihre Kreativität, Fülle und Originalität. Seit mehreren Jahren tourt Rémi Geffroy mit seinem Trio (Rémi Geffroy am diatonischen Akkordeon, Christian Martinaud am Schlagzeug und Jérôme Pizzato an der Gitarre) über die Bühnen Frankreichs und Europas und lässt mit seiner energiegeladenen Musik kein Tanzbein ruhen.

Bee Bakare Trio (UK) 

(Soul | Pop)

22.10.2020, 19.30 Uhr

Pivovar Kocour, Rumburská 1920, 407 47 Varnsdorf 

Vorverkauf: 200 Kč, Abendkasse: 200 Kč 

Info: Sitzkonzert

Hörbeispiel

Bee Bakare, die britische Singer-Songwriterin mit nigerianischen Wurzeln, versteht es, ihr Publikum mit akustischen Mitteln zu begeistern. Die reich geformten Vocals, eingängige Texte und ihr sprudelndes musikalisches Können zeichnen diese junge Pop- und SoulKünstlerin aus (Cultural Highlights 2016, Huffington Post). Ihre musikalischen Vorbilder sind Lauryn Hill, Tracy Chapman und Whitney Houston. Mit Strange Things veröffentlichte sie 2019 ein meisterhaft-exzellentes Album.

Carmen Souza and the Silver Messengers (CV | PT | GB) 

(World Jazz | Blues| Soul) 

23.10.2020, 19.30 Uhr

Gerhart-Hauptmann-Theater, Theaterring 12, Zittau 

Vorverkauf: 23 €, Abendkasse: 27 € 

Info: Sitzkonzert

Hörbeispiel

Die preisgekrönte, charismatische Sängerin CARMEN SOUZA, oft auch als "kapverdische Ella Fitzgerald" bezeichnet, zählt eindeutig zu den interessantesten und vielseitigsten Protagonistinnen des World Jazz. Souza gilt als Ikone ihres Fachs und als Pionierin, die ihre eigene Formel des World Jazz erfolgreich weltweit verbreitet. Ihre Musik ist beeinflusst vom Puls ihrer westafrikanischen Wurzeln, der Melancholie des portugiesischen Fado, den sie in ihrer Kindheit in Lissabon kennengelernt hat, brasilianischer Folklore, sowie Blues und Soul – alles Genres, in denen sie sich mit Leichtigkeit und Anmut bewegt. Über all dem breitet Souza ihre erdige virtuose Stimme aus, die mit frischem, raffiniertem, aber zugänglichem Kolorit das Publikum in ihren Bann zieht. "Carmen Souza muss sich nicht entscheiden, ob ihre Musik eher Jazz oder Weltmusik ist. Ihr Stil ist so einzigartig wie überzeugend und ihre kapverdischen Wurzeln so klar wie ihr Wille, eine neue Sprache unter dem Label World-Jazz zu kreieren." In ihrem neuen Programm "The Silver Messengers" feiert sie kunstfertig und authentisch das Leben und die Musik des berühmten Pianisten Horace Silver. So schafft es die charismatische Sängerin, Instrumentalistin und Komponistin Silvers Werk eine neue Stimme zu geben, um sein Erbe für die Generation von heute mit Leben zu erfüllen. Unterstützt wird Souza von ihrem langjährigen musikalischen Partner Theo Pascal (E-Bass, Kontrabass) sowie von Benjamin Burrell (Piano) und Elias Kacomanolis (Schlagzeug, Percussions).

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