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Unterirdischer Abriss in Ost startet

Zittaus Stadtrat hat Fördermittel-Anträge in Millionen-Höhe auf den Weg gebracht. Damit sollen diese Straße und Häuser saniert - und das abgerissen werden.

Viele dieser Häuser in Zittau-Ost sind schon abgerissen worden. Nun beginnt der Rückbau der Leitungen unter der Erde.
Viele dieser Häuser in Zittau-Ost sind schon abgerissen worden. Nun beginnt der Rückbau der Leitungen unter der Erde. © Matthias Weber/photoweber.de

Schon über die Hälfte der Wohnblocks in Zittau-Ost sind in den vergangenen Jahren abgerissen worden. Nun beginnt der Rückbau der inzwischen überdimensionierten unterirdischen Wirtschaft, der Leitungen für Strom, Gas und Wasser. "Bisher wurde in Zittau-Ost jeweils nur die dem Abrissobjekt direkt zugeordnete Infrastruktur zurückgebaut, also im Wesentlichen die Hausanschlüsse", teilte Stadtwerkechef Matthias Hänsch, auf SZ-Anfrage mit. Jetzt gehe "es erstmals um eine teilweise Neuordnung der Versorgung". So sollen zum Beispiel zwei Trafostationen zurückgebaut, eine neue Gasleitung zur Überbrückung der später wegfallenden Leitungen in dem Wohngebiet verlegt und das Trinkwassernetz angepasst werden, um die nicht mehr benötigten Versorgungsleitungen in Zittau-Ost außer Betrieb nehmen zu können.

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Weil der Rückbau nicht mehr benötigter Technik aber teuer und eine große, unwirtschaftliche Belastung für die Versorger ist, greift der Staat ihnen mit Fördermitteln unter die Arme. Beantragen muss sie die Stadt. Das hat der Stadtrat während seiner jüngsten Sitzung getan. Er hat grünes Licht dafür gegeben, dass die Verwaltung einen Antrag auf Förderung der Stadtwerke-Projekte im Umfang von 329.000 Euro stellen kann. Wird er bewilligt, bekommen die Stadtwerke 50 Prozent der Kosten als Zuschuss. Den Rest müssen sie selber tragen.

Darüber hinaus hat der Stadtrat auch den Weg für weitere Förderanträge im Bereich Stadtumbau, -aufwertung und -sicherung freigemacht. Für dieses Jahr stehen auf der von der Stadtentwicklungsgesellschaft zusammengestellten Zittauer Wunschliste Projekte im Wert von über vier Millionen Euro, bis 2025 im Wert von rund 15 Millionen Euro. Die Förderhöhe beträgt je nach Programm zwischen 66,6 und 100 Prozent. Die Differenz zum Fördersatz zahlt die Stadt bei eigenen Projekten selber. Bei privaten Vorhaben ist der Besitzer der Immobilie in der Pflicht.

Das sind die für dieses Jahr beantragten Projekte:

Sanierung von Häusern und Straßen

Laufend beziehungsweise kurz vor der Vollendung:

Sicherung von Häusern

Die Stadt will die Zirkusallee 2 - das Gebäude gegenüber der Schauburg zwischen Hochwald- und Friedensstraße, direkt am Stadtring - und die Äußere Oybiner Straße 4 - der rechte Teil des Mehrfamilienhaus-Komplexes an der Kreuzung mit der Neuen Straße - sichern lassen. "Wo es geht, versuchen wir, den Abriss zu vermeiden", begründete Oberbürgermeister Thomas Zenker (Zkm) auf SZ-Anfrage die beiden Vorhaben. Bei beiden Häusern handele es sich um stadtbildprägende Gebäude. Zudem gehören sie der Stadt, so dass sie handlungsfähig ist. Die Arbeiten werden bei der Bewilligung der Anträge zu 100 Prozent gefördert.

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