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Telefon-Riesen einigen sich

Telekom und Vodafone wollen die Mobilfunkversorgung im Zittauer Ortsteil Schlegel verbessern. Dafür brauchte es aber erst eines Kompromisses.

Ein 5G-Sendemast in Dresden.
Ein 5G-Sendemast in Dresden. © Archiv: Tino Plunert

Wenn Frank Sieber mit seinem Handy telefonieren will, dann muss er immer erst einen Standort suchen, an dem er Empfang hat. Der Schlegler Ortsbürgermeister wohnt nicht etwa außerhalb, sondern mitten im Ort. Deshalb ist er froh, dass die Mobilfunkversorgung in Schlegel nun verbessert werden soll. So wie der 68-Jährige denken auch andere Schlegler. Jana Friedländer,  Geschäftsführerin der Original Oberlausitzer Baumkuchen GmbH, hofft, dass ihr Unternehmen von dem neuen Mobilfunkmast profitiert. Vor allem durch ein beständiges Mobilfunknetz, das bis jetzt nur zeitweise verfügbar sei.

Dass der Mast in unmittelbarer Nähe zur Baumkuchenfirma errichtet werden soll, stört sie nicht. In anderen Orten gibt es durchaus immer wieder Proteste gegen neue oder vorhandene Mobilfunkmasten. Nicht so in dem Zittauer Ortsteil. Und so war es nicht verwunderlich, dass der Schlegler Ortschaftsrat jetzt einstimmig dem Bau des Masten zugestimmt hatte.

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Keine zwei Mobilfunkmasten

Schon Anfang des Jahres hatten die Ortschaftsräte sich ohne Gegenstimme für den neuen Mobilfunkmast ausgesprochen. Dass sie sich nun erneut mit dem Thema beschäftigen mussten, ist den Mobilfunkanbietern geschuldet. Kurz nach der damaligen Entscheidung, dass die Deutsche Telekom eine zehn Meter hohe Sendeanlage errichten darf, signalisierte die Vodafone GmbH, einen weiteren Mast in unmittelbarer Nähe bauen zu wollen. Das nun wollten weder die Schlegler noch die Stadt Zittau. Sie forderten die Mobilfunkunternehmen auf, ihre Anlagen an einem gemeinsamen Standort zu bündeln.

Die von der Telekom geplante zehn Meter hohe Sendeanlage war Vodafone allerdings zu klein. Sie wollte deshalb einen rund 40 Meter hohen Mast errichten, an dem auch die Telekom-Anlage angebracht werden soll. "Die Unternehmen haben das so akzeptiert", berichtet Frank Sieber. 

Nun soll eine temporäre Anlage mit einer Höhe von etwa 40 Metern auf dem von der Telekom anvisierten Grundstück errichtet werden - mit dem Ziel, diese zwei Jahre zu nutzen. Der endgültige feste Mast soll auf einem benachbarten städtischen Flurstück ebenfalls mit einer Höhe von 40 Metern errichtet werden. Der temporäre Mast wird nach Inbetriebnahme des festen zurückgebaut.

Dass erst ein temporärer Mast errichtet werden soll, begründet der Ortsbürgermeister mit den notwendigen Baugenehmigungen für den dauerhaften Antennenträger. Um die Mobilfunkversorgung in Schlegel aber schnellstmöglich zu verbessern, wollen die beiden Unternehmen nicht bis zur Fertigstellung des festen Mastens warten.

In unmittelbarer Nähe zur Schlegler Baumkuchenfirma (Gebäude Mitte) soll der Masten errichtet werden.
In unmittelbarer Nähe zur Schlegler Baumkuchenfirma (Gebäude Mitte) soll der Masten errichtet werden. © Grafik: Stadt Zittau

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