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Zittau

So wirbt Zittau demnächst für sich

Die Stadt gibt ihren Veröffentlichungen ein neues Aussehen. Nun liegen die ersten Entwürfe vor.

Die neue (links) und die bisherige Gestaltung der Publikationen des Zittauer Rathauses im Vergleich.
Die neue (links) und die bisherige Gestaltung der Publikationen des Zittauer Rathauses im Vergleich. © Bildstelle

Rund 70 Prozent der Besucher von Zittaus Internetangeboten kommen inzwischen über Smartphones. Als die Stadt vor acht Jahren begann, ein einheitliches Erscheinungsbild für ihre analogen und digitalen Veröffentlichungen zu erarbeiten, sei diese Entwicklung noch nicht abzusehen gewesen, sagt Kai Grebasch, verantwortlich für das Stadtmarketing im Rathaus. 

Bei der derzeit laufenden Überarbeitung der Gestaltung wird darauf nun besonders Rücksicht genommen. So soll es künftig zum Beispiel nicht mehr passieren, dass bestimmte Zier-Elemente durch die Darstellung auf den kleinen Bildschirmen abgeschnitten werden. Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe weiterer Gründe, warum das sogenannte Corporate Design - einheitliches Erscheinungsbild - derzeit weiterentwickelt wird. So fehlte bisher oft zusätzlicher Platz, um auch mal mehr Informationen auf einem Flyer, einem Plakat oder ähnlichem unterzubringen. Deshalb führt die Stadt nun ein Flächendesign ein. Wie das aussehen soll, zeigt Grebasch anhand erster Entwürfe zur Zittauer Kulturnacht vom vergangenen Wochenende. 

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Bei einer ersten Vorstellung der neuen Gestaltung während des jüngsten Stadtrates lagen sie noch nicht vor. Grebasch hatte den Räten aber schon gesagt, dass Zittau künftig auf dem sogenannten Claim - Werbeslogan - "Die Reiche" verzichtet. Dass diese Slogans aus der Mode gekommen sind, verdeutlicht der Marketing-Experte unter anderem an McDonald's: Der Burgerbrater verzichtet schon seit Längerem auf die Darstellung des Zusatzes "Ich liebe es" zur eigenen Marke.

Über das Flächendesign hinaus wird die Zittauer Eigendarstellung auch bunter. Zwar bleibt es bei den aus dem Stadtwappen abgeleiteten Hauptfarben rot und gelb. Aber um ein breiteres Themen-Spektrum unter das Dach der einheitlichen Darstellung zu bekommen, werden weitere Farben erlaubt. Außerdem können Druckereien klarere Farben besser abbilden als Farbverläufe.

Alle Anpassungen sind dem Ziel "Wiedererkennung" untergeordnet. Das hat laut Grebasch bereits mit der Einführung der einheitlichen Gestaltung 2013 funktioniert. Obwohl das neue Design noch nicht ganz fertig ist, weiß er schon jetzt, dass auch das nicht ewig gelten wird. Grebasch geht davon aus, dass spätestens in zehn Jahren die nächste Überarbeitung ansteht. Die derzeitige Auflage entsteht gemeinsam mit einer einheimischen Werbeagentur und kostet die Stadt etwa 10.000 Euro. (SZ/tm)

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