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Ein neues Haus für die Ostritzer Schkola

Die freie Schule braucht mehr Räume. Deshalb wird neben dem Hauptgebäude ein zweites Haus saniert - und schon bald genutzt.

Schkola-Geschäftsführer Christian Zimmer vor dem neuen Schulgebäude in Ostritz, das früher unter anderem von der Kreismusikschule genutzt wurde.
Schkola-Geschäftsführer Christian Zimmer vor dem neuen Schulgebäude in Ostritz, das früher unter anderem von der Kreismusikschule genutzt wurde. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

So langsam gehen die Bauarbeiten in die Endphase. Noch vor den Sommerferien soll der Umbau im Erdgeschoss abgeschlossen und die neuen Räume in der Antonstraße 1a der Schkola Ostritz übergeben werden. Das kündigt Schkola-Geschäftsführer Christian Zimmer an. In den zwei großen Unterrichtsräumen werden künftig Grundschüler lernen.

Die neuen Räumlichkeiten sind dringend notwendig. Denn in ihrem Hauptgebäude neben der katholischen Kirche stößt die freie Schule so langsam an ihre Grenzen. Seit der Erweiterung der Oberschule sind die Schülerzahlen deutlich gestiegen. Derzeit lernen etwa 110 Schüler in der Einrichtung.

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2005 war die Schkola Ostritz als freie Grundschule an den Start gegangen, mit Beginn des Schuljahres 2010/11 gab es erstmals eine fünfte Klasse, ein Jahr später dann eine sechste Klasse. 2017 bildete die Schkola auch eine siebente Klasse und entschied gleichzeitig, die Oberschule Schritt für Schritt weiter auszubauen.

Nun kann man bis zur zehnten Klasse in Ostritz lernen. Die ersten Zehntklässler haben kürzlich ihren Abschluss gemacht.

Bisher habe das Ostritzer Schkola-Team Wunder vollbracht, um alle Schüler im Hauptgebäude gut unterrichten zu können, meint Christian Zimmer. Doch mit 110 Schülern sei man nun an die Grenzen gestoßen. Steigt die Schülerzahl weiter - und damit rechnet der Schkola-Chef - reichen die bisherigen Räume nicht mehr aus. Deshalb wird die Ostritzer Schule nun neben der strukturellen Erweiterung auch baulich vergrößert.

Drei Gebäude zur Auswahl

Drei Gebäude in der unmittelbaren Nähe des Hauptgebäudes standen dafür zur Auswahl, erklärt Zimmer. Zum einen wurde für das Nachbarhaus an der Edmund-Kretschmer-Straße ein Nutzer gesucht. "Ein tolles Haus mit großem Eingangsbereich und komfortabler Raumsituation", beschreibt der Schkola-Chef seinen Eindruck von dem Gebäude. Die weiteren Optionen waren das alte katholische Pfarrhaus und eben die Antonstraße 1. Letztere wurde früher als Altenheim genutzt, später betrieb hier die Kreismusikschule Dreiländereck lange eine Zweigstelle.

Die Schkola-Geschäftsleitung entschied sich für das Gebäude an der Antonstraße. "Es liegt keine Straße zwischen diesem Haus und unserem Hauptgebäude", nennt Zimmer einen großen Vorteil. "Auch sind die Dimensionen angemessener. Wir wollen uns ja nicht verdoppeln", fügt er hinzu. Räumlich sei das Haus leichter zu erschließen gewesen.

Das Gebäude hat die Schkola in Erbbaurecht von der katholischen Pfarrei übernommen. Künftig wird es die Hausnummer 1a tragen, da das benachbarte Kinderhaus St. Franziskus inzwischen die Nummer 1 trägt.

Die Außenhülle sei noch in recht gutem Zustand gewesen, erneuert wurden allerdings die Fenster. Im Innenbereich wurde alles neu gemacht. Ausgebaut wurde aber vorerst nur das Erdgeschoss, das im kommenden Schuljahr als erstes genutzt werden soll. Die beiden oberen Etagen folgen als weitere Bauabschnitte später. Wann genau, kann Christian Zimmer noch nicht sagen. Das sei von der Finanzierung abhängig.

Allein im ersten Bauabschnitt, der auch die Sanitäranlagen in der 1. Etage umfasst, investierte die Schkola über eine halbe Million Euro. "Es ist enorm, was Schulhausbau kostet", meint Zimmer.

Die Nutzung der beiden oberen Etagen ist im Gegensatz zur Bauzeit schon klar: Im ersten Geschoss sollen zwei weitere Unterrichträume, darunter ein naturwissenschaftliches Kabinett, entstehen. Unterm Dach schwebt Christian Zimmer ein gemeinsamer Unterrichts- und Hortbereich vor - so wie auch in der Schkola in Hartau.

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