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Nächster Autokorso gegen Corona-Maßnahmen

Am 3. Oktober werden sich wieder Kritiker der Corona-Maßnahmen mit einem Autokorso nach Großschönau auf den Weg machen. Der Ort ist bewusst gewählt.

Schon mehrmals hatten sich Kritiker - wie hier am 12. Juni - der staatlichen Corona-Maßnahmen mit einem Autokorso nach Großschönau auf den Weg gemacht. Der Ort ist bewusst gewählt.
Schon mehrmals hatten sich Kritiker - wie hier am 12. Juni - der staatlichen Corona-Maßnahmen mit einem Autokorso nach Großschönau auf den Weg gemacht. Der Ort ist bewusst gewählt. ©  Rafael Sampedro (Archiv)

Am Tag der Deutschen Einheit wird es auf dem Veranstaltungsplatz in Großschönau wieder eine Demonstration gegen die staatlich verordneten Corona-Maßnahmen geben. Gegner der Corona-Politik, Leugner des Virus und Impfgegner werden mit einem Autokorso aus zwei Richtungen anreisen. Motto: „Freiheitliche Grundrechte bewahren – gegen Impfpflicht und Politfaschismus“. Die Demonstration ist ordnungsgemäß angemeldet, bestätigt eine Sprecherin des Landratsamts.

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Erwartet werden demnach rund 250 Teilnehmer. Ein Korso fährt von Sebnitz über die B96 und Zittau nach Großschönau, der andere von Görlitz über die B6 und Löbau. In Großschönau soll es dann wieder eine Abschlusskundgebung geben.

Der Zielort der Demonstranten ist bewusst gewählt. Im Großschönauer Ortsteil Waltersdorf haben Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und seine Familie einen Zweitwohnsitz. Im Januar dieses Jahres war eine Gruppe von Kritikern der Corona-Maßnahmen sonntags vor sein Haus gezogen, als die Familie dort das Wochenende verbrachte. Das hatte in Großschönau für große Empörung gesorgt. Das Eindringen in die Privatsphäre des Ministerpräsidenten sei absolut ungebührlich und überschreite eine Grenze, die zu respektieren sei, so die Meinung einer großen Mehrheit.

Frank Liske, Veranstalter des Autokorsos aus Richtung Görlitz, sieht das anders und bleibt deshalb auch bewusst bei Großschönau: Die Corona-Maßnahmen, die von Bund und Landesregierung getroffen werden, würden auch die Privatsphäre der Menschen berühren, argumentiert er. "Es gibt in diesem Fall keine Privatsphäre", erklärte er in einem früheren Gespräch mit der SZ.

Das Landratsamt hat der Demonstration Auflagen erteilt: Zeitlich begrenzt ist der Autokorso und die anschließende Versammlung auf 8 bis 13 Uhr. Einen Zusammenschluss mit dem gleichzeitig stattfindenden Korso auf dem Weg nach Großschönau hat das Landratsamt untersagt. Untersagt ist auch ausdrücklich der Aufenthalt im Ortsteil Waltersdorf, vor allen in dem Bereich, in dem der Ministerpräsident wohnt, so die Sprecherin.

Zudem kommt das Landratsamt auch einer Bitte aus Großschönau nach und hat den Versammlungsleiter beauflagt, für sanitäre Anlagen zu sorgen. Zudem müssen die aktuell geltenden Bestimmungen der Corona-Schutz-Verordnung eingehalten werden.

In der ersten Jahreshälfte hat der von Frank Liske veranstaltete Autokorso nach Großschönau bereits mehrmals stattgefunden. Laut Polizei verliefen die Veranstaltungen störungsfrei.

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