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Zittaus Ex-OB wird 80

Jürgen Kloß leitete die Geschicke der Mandaustadt von 1990 bis 2001. Auch danach blieb er aktiv. Am Samstag feiert er runden Geburtstag.

Zittaus ehemaliger Oberbürgermeister Jürgen Kloß engagiert sich auch fürs Gerhart-Hauptmann-Theater.
Zittaus ehemaliger Oberbürgermeister Jürgen Kloß engagiert sich auch fürs Gerhart-Hauptmann-Theater. © Archivfoto: Matthias Weber

"Rentner haben niemals Zeit" hieß eine beliebte Serie des DDR-Fernsehens. Auch Rentner Jürgen Kloß ist noch auf vielen Gebieten aktiv - ob im Handball, fürs Theater oder im Lions-Club. Heute nimmt sich Zittaus ehemaliger Oberbürgermeister aber Zeit fürs Private, denn er wird 80.

1990 war der frühere Robur-Mitarbeiter an die Spitze des Rathauses gewählt worden - damals noch von den Mitgliedern des Stadtparlaments. Erst 1994 wurde das Zittauer Stadtoberhaupt von den Bürgern gewählt - Jürgen Kloß setzte sich erneut durch und blieb weitere sieben Jahre im Amt. Bei der OB-Wahl 2001 verlor er gegen Arnd Voigt. Für Jürgen Kloß eine überraschende und gleichzeitig schmerzliche Niederlage.

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Seine elfjährige Amtszeit ist geprägt von einem großen industriellen Niedergang mit dem Verlust Tausender Arbeitsplätze. Auch sein ehemaliger Arbeitgeber, die Robur-Werke, stellte seinen Betrieb ein. Es waren aber auch Jahre eines großen Neuanfangs: Viele Innenstadthäuser werden mit Fördermitteln saniert, ein Gewerbegebiet in der Weinau auf den Weg gebracht, das Zittauer Theater gerettet, die Kreuzkirche erneuert und zum Fastentuch-Museum umgebaut. Kurz vor seinem Abschied aus dem Rathaus konnte er noch das sanierte Salzhaus einweihen.

Wenn für ihn etwas wichtig war, habe er es durchgesetzt, meinte er vor einigen Jahren rückblickend. Kloß war dabei willensstark, immer streitbar und mitunter polternd, ging auch mal unkonventionelle Wege - wie beim ABM-Theater -, um das Ziel zu erreichen.

Jürgen Kloß mit Villingen-Schwenningens OB Gerhard Gebauer nach Unterzeichnung der Urkunde zur Städtepartnerschaft 1990.
Jürgen Kloß mit Villingen-Schwenningens OB Gerhard Gebauer nach Unterzeichnung der Urkunde zur Städtepartnerschaft 1990. © Jochen Hahne
Jürgen Kloß, im Jahr 2000 beim Bieranstich.
Jürgen Kloß, im Jahr 2000 beim Bieranstich. © Archiv SZ Zittau / Jens Böhme /
Der Eichgrabener ist seit Jahrzehnten ein aktiver Handballer.
Der Eichgrabener ist seit Jahrzehnten ein aktiver Handballer. © Rafael Sampedro

Kloß mischt sich bis heute tatkräftig ein

Nach dem Verlust des OB-Amtes mischte er sich weiter ein. Sein Einsatz galt zum Beispiel dem Zittauer Theater. Viele Jahre war er Vorsitzender des Aufsichtsrates, räumte in der Funktion auch Probleme bei der Sanierung aus, gehörte zu den Initiatoren der Theaterstiftung, deren Vorstandschef er noch heute ist, und machte sich dafür stark, dass die Stadt Zittau vor einigen Jahren wieder Gesellschafter des Theaters wurde. Seit den 1990er Jahren engagierte er sich auch bei den Theaterfreunden.

Genauso wichtig ist ihm der Handball, dem er sich seit mehr als einem halben Jahrhundert verschrieben hat. Er spielte, trainierte, leitete die Abteilung Handball des Ostsächsischen Sportvereins Zittau (OSV) und übernahm später das Amt des OSV-Präsidenten. Dieses hat er mit 80 noch inne - Jürgen Kloß arbeitet aber inzwischen seine Nachfolgerin ein. Eines wird er als OSV-Präsident noch begleiten: die Sanierung der Turnhalle an der Kantstraße.

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