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Ampel ist an - trotzdem kracht's

An der Problemkreuzung Hochwald-/ Schrammstraße in Zittau sind am Montag zwei Autos zusammengestoßen. Wieder mal. Doch woran lag's?

Ein Skoda und ein Hyundai waren in den Unfall verwickelt.
Ein Skoda und ein Hyundai waren in den Unfall verwickelt. © xcitepress

Am Montagmorgen ist es wieder so weit gewesen: An der Kreuzung Hochwald-/ Schrammstraße in Zittau kollidierten zwei Autos miteinander. Dabei war die Ampel dieses Mal in Betrieb. 

Was war passiert? Ein 18-Jähriger fuhr mit seinem Skoda auf der Hochwaldstraße stadteinwärts. An der Kreuzung soll er nach Auskunft von Polizeisprecher Kai Siebenäuger die Vorfahrt eines Hyundai missachtet haben. Darin saß ein 38-Jähriger. Es kam zum Zusammenstoß, wobei beide Fahrer unverletzt blieben. Jedoch entstand Sachschaden von 20.000 Euro. 

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Dabei gerät die Kreuzung immer wieder in die Schlagzeilen, weil die Vorfahrt nicht beachtet wird - Unfälle die Folge sind. Besonders im Herbst 2019 war das der Fall. Damals kollidierten zwei Peugeot miteinander, wobei einer den Steuerungskasten der Ampelanlage zerstörte. Dadurch fiel diese komplett aus, die Reparatur zog sich wochenlang hin. Die Stelle entwickelte sich daraufhin zu einem Unfallschwerpunkt. Die Stadt reagierte vorübergehend mit einer veränderten Verkehrsführung: So war das Linksabbiegen von der Hochwaldstraße aus beiden Richtungen verboten. Zudem galt auf der Schrammstraße im Kreuzungsbereich Tempo 30. Nur: Unfälle passierten weiter.  Als die Ampeln wieder gingen, wollte die Stadt  für mehr Sicherheit sorgen. So sind die Ampeln nun länger eingeschaltet, angepasst an die Öffnungszeiten der naheliegenden Einkaufsmärkte. Aber: Ein gelbes Blinken - als Zeichen, dass sie ausgeschaltet sind - lässt sich wegen der Verknüpfung mit den Signalanlagen der Schmalspurbahn nicht einstellen. Und: Trotzdem kracht's weiter. 

Das Problem im jüngsten Fall: "Bei beiden Fahrern soll die Ampel grün gezeigt haben", so der Polizeisprecher. Ob dem tatsächlich so war oder einer der Männer nicht ganz die Wahrheit spricht müssen die weiteren Ermittlungen zeigen.

Bei Fehler geht Ampel aus

Die Stadtwerke hingegen schließen aus, dass die Ampelanlage am Montag defekt war. "Technisch ist es nicht möglich, dass mehrere Fahrtrichtungen gleichzeitig auf Grün geschaltet werden", heißt es von dort. Sobald die Anlage einen Fehler erkenne, gehe diese automatisch aus. Wenn der Fehler im Zusammenhang mit der Schmalspurbahn stehe, schalte sich das Notfallprogramm ein und alle Ampeln gehen auf Rot. 

Zudem war am Montag die Firma Siemens zur turnusmäßigen Wartung dieser Ampelanlage im Einsatz. "Hätte zu irgendeinem Zeitpunkt eine Fehlfunktion vorgelegen, wären wir darüber umgehend informiert worden", so die Stadtwerke.

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