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Prozess um Olbersdorfer Explosion zieht sich hin

Der Angeklagte schweigt. Das Gericht versucht jetzt, möglichst viele Beweise und Indizien für die Tat vor 14 Jahren zu finden. Doch das wird schwierig.

Von Frank Thümmler
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So sah es damals nach der Explosion an dem Block in der Olbersdorfer Grundbachsiedlung aus.
So sah es damals nach der Explosion an dem Block in der Olbersdorfer Grundbachsiedlung aus. © privat/Hartmut Endler

Im Verfahren um die Explosion in einem Olbersdorfer Mehrfamilienhaus vor 14 Jahren schweigt der Angeklagte weiter. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, damals in Auftrag gegeben zu haben, die Wohnung mittels Benzin anzuzünden, um so die Versicherungssumme zu kassieren. Es kam zu einer Explosion, der Mann kassierte die Versicherungssumme der Hausratversicherung (26.000 Euro). Einige Jahre später wurde der Fall nach der Aussage eines Zeugen aber aufgerollt. Der jetzt Angeklagte war damals nicht greifbar, hielt sich wohl wie schon viele Jahre in der Domenikanischen Republik auf. Im Verfahren gegen den vermeintlich ausführenden Brandstifter und den Kontaktvermittler gab es vor anderthalb Jahren vom Landgericht Görlitz Freisprüche, vor allem weil der damalige Zeuge, ein Bruder des "Kontaktvermittlers" seine Aussage vor Gericht mit Verweis auf sein Zeugnisverweigerungsrecht nicht wiederholte und die Beweislage ansonsten jedenfalls nicht ausreichend war.

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