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Zittau

Rathaus-Mitarbeiter mit Corona infiziert

In der Zittauer Stadtverwaltung gibt's vier positive Fälle. Mehrere Beschäftigte sind in Quarantäne. Das hat auch Folgen für die Bürger.

Die Arbeit im Zittauer Rathaus geht weiter - aber eingeschränkt.
Die Arbeit im Zittauer Rathaus geht weiter - aber eingeschränkt. © Matthias Weber

Die Arbeitsfähigkeit in der Stadtverwaltung Zittau ist derzeit eingeschränkt, nachdem sich vier Mitarbeiter mit Corona infiziert haben. Darüber hinaus verordnete das Gesundheitamt, dass elf Beschäftigte in Quarantäne müssen. Zwei weitere arbeiten bereits im Homeoffice. Am stärksten betroffen ist das Bauamt mit den Referaten Tiefbau und Straßenverkehrsbehörde. Einschränkungen gibt's auch in den Bereichen Finanzen, Schulen/Sport/Kitas, EDV und Archiv, dem Eigenbetrieb sowie der Stabsstelle Städtische Dienstleistungen. Die Erreichbarkeit sei zur Stunde gewährleistet, teilt Sprecher Kai Grebasch mit.

Auch aus anderen Gründen ist die Leistungsfähigkeit in der Verwaltung gemindert, wie Kai Grebasch berichtet. Unter anderem durch ein deutlich erhöhtes Telefonaufkommen von Bürgern, die Sorgen, Nöte, Ängste artikulieren, Informationen erfragen und mitteilen, aber auch Frust und Aggression loswerden wollen. Dabei gibt's durch Corona zusätzliche Aufgaben für die Verwaltung - von der freiwilligen Besetzung der Pforten bis hin zur Mitwirkung im Krisenstab. Zudem ändern sich wöchentlich Gesetze und Verordnungen, die das Handeln bestimmen. Die Schutzmaßnahmen behindern andererseits Abläufe und Koordination in der Verwaltung. Kollegen mit viel Kontakt zu Bürgern seien zudem verunsichert durch die hohe Inzidenzrate im Landkreis und in Zittau, teilt der Stadtsprecher mit. Bleibt die Lage in den nächsten Wochen so, könnten Aufgaben nur noch verzögert oder schlimmstenfalls gar nicht mehr bearbeitet werden. 

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Oberbürgermeister Thomas Zenker (ZKM) bittet die Bürger um Verständnis und dankt allen Mitarbeitern, die vorübergehend andere Aufgaben mit übernehmen. "Es hilft uns sehr, dass wir viel Unterstützung und Verständnis im Team dafür haben, dass manches prioritär behandelt werden muss, weil davon Termine oder wichtige Entscheidungen abhängen".  Wegen der Infektionsgefahr in den teils sehr umfangreichen Sitzungen der Stadtratsgremien hat er die Tagesordnungen deutlich reduziert. So werden diesen Monat nur noch unabdingbare und terminlich gebundene Beschlussvorlagen behandelt.

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