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Zittau

Als die Profis am Hochwald rodelten

Vor 50 Jahren hatte in Oybin die neue Hochwaldrodelbahn Premiere. Doch schon bald war wieder Schluss mit dem Sport.

Im Januar 1971 konnte die Kunstrodelbahn eröffnet werden.
Im Januar 1971 konnte die Kunstrodelbahn eröffnet werden. © SZ

Als "dritte Kunstrodelbahn der DDR, neben denen in Friedrichroda und Oberwiesenthal," ordnete die SZ im Januar 1971 die Rodelbahn in Oybin-Hain ein. Auf 800 Metern Länge gab es elf überhöhte Kunstkurven aus Betonschalen, das Gefälle betrug 10,5 Prozent. Kein Wunder, dass an den "Kreismeisterschaften im Rennschlittensport" am 16./17. Januar 1971 auch zahlreiche Sportler aus dem ganzen Bezirk Dresden teilnahmen. Die Sieger kamen allerdings ausschließlich aus dem Kreis Zittau, von der SG Oybin und von Fortschritt Zittau. Stolz waren die Veranstalter, dass die Bahn in einem guten Zustand geblieben war, obwohl vorher Tauwetter eingesetzt hatte. Offensichtlich war das die gelungene Generalprobe für den ersten offiziellen Wettkampf am 6. März 1971 auf der neuen Bahn.

1966 war Baubeginn
1966 war Baubeginn © SZ

Die Anfänge der als Hochwaldrodelbahn bekannt gewordenen Sportanlage gehen bis ins Jahr 1908 zurück. Mitte der 1960er Jahre war mit ihr jedoch kein Staat mehr zu machen, so dass das Projekt einer neuen Bahn reifte. 1966 war Baubeginn. Immer wieder kam ein neuer Teilabschnitt hinzu, ebenso ein Starthäuschen und ein Zielhaus. "Die Bahn entspricht der Internationalen Rodelordnung (IRO)" meldete die SZ 1971. Träume von einem künftigen Grenzlandpokal mit den Nachbarländern schienen realistisch. Dass allerdings bald darauf in Altenberg im Osterzgebirge eine Bahn in ganz anderen Dimensionen entstehen und spätestens 1990 die hiesige Bahn uninteressant werden würde, konnten die Oybiner Enthusiasten nicht ahnen.

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Das Entstehen der neuen Bahn und die Wettkampfatmosphäre hat eine Chronik-Arbeitsgemeinschaft um Gabriele Sattler in ihrem Band "Oybin von 1945 bis 1989" eindrucksvoll dokumentiert.

Das Starthäuschen und Zielhaus.
Das Starthäuschen und Zielhaus. © SZ

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