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Brennt etwa das Zittauer Salzhaus?

Aus den Fenstern der Deutschen Bank qualmt es am Donnerstagvormittag. Die Feuerwehr rückt an. Dabei wäre ihr Einsatz nicht nötig gewesen.

Blick aus dem Redaktionsfenster der SZ: Aus dem Salzhaus dringt Qualm.
Blick aus dem Redaktionsfenster der SZ: Aus dem Salzhaus dringt Qualm. © Thomas Mielke

Schreck am Donnerstagvormittag: Im Zittauer Salzhaus dringt Rauch aus den Fenstern in der ersten Etage. Dort, wo die Deutsche Bank eingemietet ist. Die Rettungsleitstelle wird 9.32 Uhr alarmiert, als die Brandmeldeanlage anspringt. Die nur knapp 100 Meter entfernte Zittauer Feuerwehr rückt mit einem Fahrzeug und mehreren Kameraden an.

"Was ist denn bei ihnen los?", fragt ein Kunde verwundert. "Wir wollen mal was anderes erleben", antwortet ihm ein Mitarbeiter der Deutschen-Bank-Filiale. Schnell kann Entwarnung gegeben werden: Ursache für den Qualm ist eine in den Räumen installierte Nebelanlage. "Die ist angegangen, der Rauch wiederum hat die Brandmeldeanlage ausgelöst", berichtet Zittaus Feuerwehrchef Uwe Kahlert. Der Qualm sei aber nicht schädlich, demnach musste niemand evakuiert werden. 

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Die Feuerwehr rückt mit einem Fahrzeug an.
Die Feuerwehr rückt mit einem Fahrzeug an. © Jan Lange

Der Einsatz der Feuerwehr wäre gar nicht nötig gewesen, meint Filialdirektor Michael Hahn. Der Rauch sei aus Sicherheitsgründen entstanden, erklärt er. "Nichts Spektakuläres." Viel mehr will er zu dem Vorfall nicht sagen, verweist stattdessen auf die Pressestelle der Deutschen Bank in Berlin. Die wiederum erklärt auf SZ-Anfrage, dass es sich um eine Fehlauslösung gehandelt habe.

Wozu braucht eine Bank eigentlich eine Nebelanlage? Aus Sicherheitsgründen! Sie schützen Geldautomaten, IT-Anlagen, Innenbereiche und Bereiche zur Bargeldentnahme und verhindern den unerlaubten Zutritt zu Tresorräumen. Die Räume werden in Sekunden vernebelt und Tätern jegliche Sicht genommen.

Der Filialdirektor erklärt derweil den Leiter der angerückten Feuerwehrtruppe die Situation. Zwischenzeitlich ist der Rauch verzogen, nur ein paar letzte Rauchwolken ziehen noch durch die Passage des Gebäudes.

Auch die Mitarbeiter des Salzhauses können sich die Rauchentwicklung nicht so recht erklären, sind aber froh, dass nichts Schlimmeres dahintersteckt. Schnell werden Erinnerungen an frühere Vorfälle wach. So hatte 2013 Sprühnebel das Gebäude unter Wasser gesetzt, im vergangenen Winter gab es Ärger wegen Verschmutzungen, Schmierereien und herumlungernden Jugendlichen.

Einige Minuten später heben Kunden der Deutschen Bank wieder Geld an den Automaten ab - so wäre nie etwas passiert. Für die Feuerwehr ist es der erste Einsatz dieser Art. Und einer, für den möglicherweise Kosten auf die Deutsche Bank zukommen. 

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