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Gibt es eine Lösung fürs Schulschwimmen?

Ebersbach-Neugersdorf hat wegen der geplanten Schließung der Hirschfelder Halle nach Alternativen gesucht. Die meisten scheiden aus.

Können die Grundschüler von elf Schulen weiter in Hirschfelde schwimmen lernen oder findet der Schwimmunterricht künftig woanders statt? Auf diese Frage muss der Zittauer Stadtrat am Donnerstag eine Antwort finden.
Können die Grundschüler von elf Schulen weiter in Hirschfelde schwimmen lernen oder findet der Schwimmunterricht künftig woanders statt? Auf diese Frage muss der Zittauer Stadtrat am Donnerstag eine Antwort finden. © Matthias Weber (Archiv)

Wenn am kommenden Donnerstag der Zittauer Stadtrat über die geplante Stilllegung der Hirschfelder Schwimmhalle diskutiert und abstimmt, wird die Entscheidung auch von anderen Gemeinden mit Spannung verfolgt. Denn zehn Nachbargemeinden, deren Schwimmunterricht in Hirschfelde stattfindet, wären ebenso von einer Schließung der Einrichtung betroffen. So auch Ebersbach-Neugersdorf. „Als das Thema aufkam, haben wir sehr zeitig im Gespräch als allererstes den Hallenbetreiber gebeten, nach möglichen Lösungen zu suchen, die eine Schließung verhindern. Die Schwimmhalle in Hirschfelde ist betriebsbereit und Alternativen sind so gut wie ausgeschlossen“, sagt Rica Wittig, Hauptamtsleiterin der Oberlandstadt.

Geprüft wurde von Ebersbach-Neugersdorf auch die Möglichkeit, den Schwimmunterricht in Tschechien durchzuführen. Der Fahrtweg dorthin wäre zumindest deutlich kürzer als der nach Hirschfelde. Der Nutzung einer Halle im Nachbarland stehe laut Frau Wittig aber ein sehr langer, bürokratischer Weg gegenüber, der nicht erfolgversprechend ist. „Hier müssen viele Beteiligte seitens des Kultusministeriums über die Unfallkasse prüfen, ob der in Sachsen laut Lehrplan vorgeschriebene Schwimmunterricht in Tschechien überhaupt möglich ist“, sagt sie.

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Der Plan von Ebersbach-Neugersdorf, vielleicht eine eigene Schwimmhalle zu bauen, war eine spontane Idee, die nicht heute und morgen realisierbar sei, so die Hauptamtsleiterin weiter. Deshalb hofft man im Oberland, dass die Halle in Hirschfelde vorerst erhalten bleibt, um den Schülern der eigenen Grundschule weiterhin Schwimmunterricht ermöglichen zu können.

Nach den Plänen der Stadt Zittau soll die Hirschfelder Halle im Sommer geschlossen und das Gebäude dann 2022 abgerissen werden. Mehrere Ortschaftsräte, so auch der aus Hirschfelde, haben sich gegen das Vorhaben ausgesprochen. Zittaus Oberbürgermeister Thomas Zenker (Zkm) hatte im Hirschfelder Ortschaftsrat aber auch deutlich gemacht, dass es nicht Aufgabe der Stadt Zittau sei, Schwimmen für andere Gemeinden zu organisieren.

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