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Sportler müssen tiefer in die Tasche greifen

Die Stadt Zittau schmilzt in den nächsten Jahren ihre Zuschüsse für die Nutzung der Sportstätten spürbar ab.

Auch im Zittauer Weinaustadion trainieren viele Freizeitsportler, die nun weniger Unterstützung bekommen sollen.
Auch im Zittauer Weinaustadion trainieren viele Freizeitsportler, die nun weniger Unterstützung bekommen sollen. © Harald Anders (Archiv)

Zittaus Freizeitsportler werden ab kommenden Jahr für die Nutzung der Sportstätten tiefer in die eigene Tasche greifen müssen. Das hat der Stadtrat während seiner jüngsten Sitzung entschieden. "Ziel ist es, die Einnahmesituation der städtischen Sportstätten spürbar zu erhöhen und damit einen Beitrag zur Konsolidierung des städtischen Haushalts zu leisten", heißt es zur Begründung vor dem Hintergrund, dass die Betriebskosten seit der letzten Anpassung 2017 deutlich gestiegen sind und Zittau dringend sparen muss. Nach Angaben der Stadtverwaltung steigen die Betriebskosten für die Sportstätten von derzeit reichlich 900.000 Euro pro Jahr auf 1,2 Millionen 2021.

Konkret heißt dass, das die Nutzung der Sportstätten von der Stadt für alle erwachsenen Sportler gemeinnütziger Zittauer Vereine ab kommenden Jahr nicht mehr mit 70 Prozent, sondern nur noch mit 60 Prozent bezuschusst wird. Ein Jahr später sollen es dann 50 Prozent sein. Ursprünglich sollte der Zuschuss bis 2024 auf 30 Prozent zurückgefahren werden. Stadtrat Dietrich Thiele (FUW) brachte aber den Antrag ein, im Jahr 2022 neu darüber nachzudenken. Der Stadtrat nahm den Antrag an. Vor fünf Jahren wollte die Stadt den Zuschuss bereits bis 2018 auf Null gefahren haben. Dagegen gab es erheblichen Wiederstand.

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Eine Stunde Training im Weinaustadion zum Beispiel kostet einen Verein derzeit 18 Euro. 2021 werden 24 Euro, 2022 30 Euro fällig. Sollte der Zuschuss wie vorgesehen bis 2024 reduziert werden, müssen die Vereine am Ende pro Nutzungsstunde 42 Euro zahlen. Für Sportstunden von Kindern und Jugendlichen wird weiterhin keine Gebühr fällig. Sportler aus Vereinen, die nicht gemeinnützig sind oder die nicht in Zittau leben, zahlen schon länger 100 Prozent der Kosten.

Die AfD enthielt sich bei dem Beschluss ihrer Stimmen. Fraktionschef Jörg Domsgen kündigte an, dass sie einen eigenen Vorschlag für die Finanzierung der Sportstätten einbringen will, der sich an den Leistungen von Sportlern und Vereinen orientiert.

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