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Die Sterne sind nur der Anfang

Ab dem morgigen Sonnabend kann man von Leutersdorf aus ganz bequem durchs Weltall reisen. Die "Sternenscheune" ist heute eröffnet worden.

Brita Stern konnte heute endlich ihre Sternenscheune in Leutersdorf eröffnen.
Brita Stern konnte heute endlich ihre Sternenscheune in Leutersdorf eröffnen. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Einmal die Sonne direkt aus dem Weltall ansehen oder aus allernächster Nähe den Urknall beobachten – das und einiges mehr kann man ab dem morgigen Sonnabend in der Sternenscheune in Leutersdorf. Sie wurde heute offiziell eröffnet.

Die Sternenscheune ist ein Miniplanetarium und gleichzeitig ein Kuppelkino. Darin kann der naturgetreu nachgebildete Sternenhimmel an die kuppelförmige Decke projiziert werden sowie Real- und Animationsfilme in Fulldome-Projektion gezeigt werden. Dabei sitzt man ganz bequem auf einer Bank und schaut nach oben in die Kuppel. Dort läuft ein Film, der einem das Gefühl vermittelt, mittendrin im Geschehen zu sein.

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Die kommerziell betriebene Sternenscheune ist eine Idee des Ehepaares Thomas und Brita Stern. Der Maler und Grafiker Thomas Stern wollte anfangs eigentlich die Burg- und Klosteranlage auf dem Oybin so darstellen, wie sie um 1500 aussah. Also machte er sich auf die Suche nach einer passenden und vor allem auch bezahlbaren Technik. Zunächst dachte das Ehepaar an VR-Brillen, verwarf diese Idee aber wieder wegen der hohen Kosten. Dann hörte es von einer Technik, die sich Fulldome (engl.: Ganzkuppel) nennt. Mit dieser Technik kann man genau die Darstellungen und Effekte erreichen, die es sich vorstellt.

Sie fanden jedoch keine passenden Räumlichkeiten und beschlossen daher, die Kuppel auf dem eigenen Hof in Leutersdorf zu errichten. Das war Ende 2018. Das gesamte folgende Jahr waren sie mit ihrem Projekt beschäftigt. Zu den Kosten wollen sie sich nicht äußern. Bis auf wenige Ausnahmen machten sie alles Notwendige selbst. Das war nicht immer einfach. Besonders die Projektionstechnik zeigte sich widerspenstig. Es dauerte einige Wochen, bis die Technik das machte, was sie sollte. Am 29. Oktober vergangenen Jahres lief der erste Film in der Sternenscheune. Doch dann kam Corona.

Die offizielle Eröffnung hat das Ehepaar Stern jetzt nachgeholt und zeigt ab dem morgigen Sonnabend dreimal wöchentlich verschiedene Filme. Daneben kann man mit den Betreibern auch private Vorführungen zum Beispiel für Gruppen oder auch für Kindergeburtstage vereinbaren. Bis zu 20 Zuschauer können in der Kuppel Platz nehmen.

Damit auch größere Gruppen das Angebot nutzen können, befindet sich in der Scheune ein separater Raum mit nochmals 20 Plätzen. In dieser "Sternenstube" wollen Thomas und Brita Stern zusätzliche Informationen zu dem Gesehenen vermitteln oder mit den Gästen basteln. Die passenden Programme stellt Brita Stern gerade zusammen.

Die Reisen durch das Universum sind aber nur der Anfang. Thomas Stern möchte auch selbst Filme herstellen. Der erste ist gerade in Arbeit. Dafür hat er sich das Zwergenvolk der Knubbels ausgedacht und wird sie auf ihrer ersten Reise zum Mond schicken. Diesem Film sollen weitere folgen und dann auch Themen wie Umwelt, Sagen oder Heimatgeschichte aufgreifen. Weitere Informationen, das Programm und die Eintrittspreise findet man auf der Webseite.

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