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So kann die Taubenplage bekämpft werden

Grünen-Stadtrat Matthias Böhm hat jetzt einen Vorschlag unterbreitet, wie der Vogelbestand in der Zittauer Innenstadt wirkungsvoll reduziert werden kann.

Tauben können in Städten schnell zu einem Problem werden.
Tauben können in Städten schnell zu einem Problem werden. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Der Taubenkot auf den Fußwegen und in den kleinen Gassen ärgert die Anwohner und Geschäftsleute der Inneren Weberstraße seit Monaten. Auch die Zittauer Stadträte haben sich bei ihrem jährlichen Stadtrundgang das Problem angesehen. Dabei hatte Bürgeramtsleiter Uwe Pietschmann erklärt, dass die Eigentümer der Häuser dafür verantwortlich sind, die Tauben zu vergrämen und den Kot zu beseitigen. Bei der jüngsten Stadtratssitzung hat nun Grünen-Stadtrat Matthias Böhm den Vorschlag gemacht, den Taubenbestand kontrolliert zu reduzieren. Das könnte durch einen betreuten Taubenschlag oder Taubenturm erfolgen. Dort könnten die unliebsamen Vögel gezielt angesiedelt werden. Die Eier könnten in diesen künstlichen Brutstätten weggenommen und so eine unkontrollierte Vermehrung verhindert werden.

Der Vorschlag ist keineswegs neu: In vielen Städten gibt es bereits seit Jahren ein solches kontrolliertes Tauben-Management. Vorreiter ist die bayerische Großstadt Augsburg, wo bereits vor fast 20 Jahren das Taubenproblem gezielt und tierschutzgerecht angegangen und der Taubenbestand deutlich verringert wurde. Mit der Folge, dass es auch deutlich weniger Verschmutzungen durch Taubenkot gibt. Das Modellprojekt war so erfolgreich, dass andere Städte wie Erlangen oder Berlin dem Augsburger Beispiel gefolgt sind. 

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Neben der Errichtung eines Taubenturm müssen aber auch die bisherigen Nistplätze verschlossen werden. Der Eigentümer der Inneren Weberstraße 9 hat inzwischen gehandelt. Am Nachbarhaus, der Nummer 7, soll ebenfalls etwas getan werden, wie dessen Besitzer gegenüber der SZ erklärt. Wann die Maßnahmen umgesetzt werden, sei aber noch nicht klar. Er habe aber die Fachfirma damit beauftragt.

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