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Die Ente bleibt draußen

Das Zittauer Theater eröffnet mit "Loriot" die neue Spielzeit. Es ist einiges anders als sonst - wegen Corona.

Der berühmte Badewannen-Sketch darf natürlich im "Loriot"-Stück nicht fehlen.
Der berühmte Badewannen-Sketch darf natürlich im "Loriot"-Stück nicht fehlen. © Theater/Pawel Sosnowski

Wenn man ein Stück mit dem Titel "Loriot" aufführt, dann darf natürlich der kultige Badewannen-Sketch nicht fehlen. Tilo Werner und Paul Nörpel mimen die "Herren im Bad", die sich darüber streiten, ob das Wasser eingelassen wird oder die Ente mit in die Wanne darf. "Die Ente bleibt draußen" sind geflügelte Worte geworden.

Während die beiden Schauspieler in der nicht allzu großen Badewanne recht nah beieinander sitzen, ist der Abstand zwischen den Zuschauern deutlich größer. Coronabedingt. Alle ungeraden Sitzreihen wurden ausgebaut, um den Abstand zu vergrößern. Das hat zwangsläufig Auswirkungen auf die Besucherzahl. Statt der sonst 400 dürfen jetzt nur 100 Zuschauer in den großen Saal des Zittauer Theaters.

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Die Zahl der Besucher kann auch etwas höher liegen - abhängig davon, ob Ehepaare, Einzelpersonen oder Familien die Vorstellung besuchen. Trotz der stark reduzierten Platzkapazität sei die zweite "Loriot"-Vorstellung an diesem Sonntag noch nicht ausverkauft, erklärt Schauspielintendantin Dorotty Szalma.

Fertiger Spielplan war mit Corona-Krise Makulatur

Starten wollte das Zittauer Theater die neue Spielzeit eigentlich mit einem anderen Stück. Doch der fertige Spielplan war nach der Corona-Pandemie Makulatur. 85 Prozent der vorgesehenen Stücke wurden aus dem Plan geworfen, neue dafür aufgenommen. Auch "Loriot".

Zumindest lagen bei der Auswahl der neuen Stücke "keine Steine im Weg". Die Verlage seien glücklich gewesen, dass man ihre Stücke spielen will, sagt Dorotty Szalma. Auf die gestrichenen Stücke müssen die Zittauer Theaterbesucher nicht ganz verzichten - sie sollen, so die derzeitigen Überlegungen, in der Spielzeit 2021/22 aufgeführt werden.

Anders als in den Vorjahren wird die neue Spielzeit nicht mit einer Gala eröffnet. Das erste Stück ist vielmehr die "Eröffnung". Ein bisschen Drumherum gibt es natürlich, kündigt die Schauspielchefin an. Szenen von allen Stücken, Auftritte von Görlitzer Tänzern und Musik vom Orchester oder die Verleihung der GHT-Preise gehören diesmal aber nicht zum Programm.

Studiobühne wird vorerst nicht genutzt

Dafür werden vorerst alle neuen Stücke im großen Saal gespielt. Einzig "Endland", die neue Koproduktion des TheaterJugendClubs und des Schauspielensembles, wird "hinterm Vorhang" gespielt. Für die Stücke, die sonst auf der Studiobühne gespielt werden, hat das immerhin den Vorteil, dass sie mehr Leute sehen können. Denn die Studiobühne fasst etwa 70 Zuschauer, der Saal - wie erwähnt - minimal 100.

Die Bühnenbilder sind so gestaltet, dass sie relativ schnell auf- und abgebaut werden können, erklärt Dorotty Szalma. Zudem sind sie so gebaut, dass man später - sollten sich die Corona-Regeln wieder ändern - ohne Probleme auf die kleine Bühne umziehen könnte. Die Stücke werden darunter nicht leiden, betont die Schauspielchefin. Das Weihnachtsmärchen werde genauso bombastisch wie in den Vorjahren, "Loriot" genauso witzig wie andere Komödien und "Die Seuche" so eigenartig, wie ein Stück mit diesem Titel nur sein kann.

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