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Zittau

B178: Freude, aber nicht zufrieden

Die Interessengemeinschaft für die neue Straße begrüßt das Baurecht für den Abschnitt Oderwitz-Oberseifersdorf, hat aber weitere Forderungen.

Die neue B178.
Die neue B178. © Rafael Sampedro (Archiv)

Mit Freude hat die IG B178n die Baugenehmigung der Landesdirektion Sachsen für den vorletzten noch fehlenden Abschnitt von Oderwitz nach Oberseifersdorf zur Kenntnis genommen. Das sagte Sprecher Michael Hiltscher der SZ.

Zufrieden ist der Zusammenschluss von Politikern, Firmenchefs und Privatpersonen aus der Region Löbau-Zittau trotzdem nicht. Hiltscher kritisiert, dass der Bau erst ab 2022 beginnen soll. Er fordert, dass es schneller losgehen muss. Das Verkehrsministerium begründet die Zeitspanne bis zum Start mit der europaweiten Ausschreibung der Arbeiten. Zudem besteht auch noch die Möglichkeit für Betroffene und Kritiker, gegen den sogenannten Planfeststellungsbeschluss zu klagen. Für das Einreichen einer Klage hätten sie nach der öffentlichen Auslage der Unterlagen in den Rathäusern der Region sechs Wochen Zeit.

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Außerdem kämpft die IG weiterhin dafür, dass der dann noch fehlende Abschnitt von Nostitz zur A4 bei Weißenberg nicht wie jetzt geplant drei-, sondern vierspurig ausgebaut wird. Hiltscher führt dafür zum einen das Argument der Verkehrssicherheit an. Seiner Ansicht nach ist es gefährlich, von einer vierspurigen Autobahn auf eine dreispurige Bundesstraße zu wechseln. Zumal die Straße aus Richtung A4 kommend kurz vor Löbau wieder vierspurig wird. Zum anderen fordert er wiederholt, dass der Freistaat die Straße nicht nach dem gezählten und hochgerechneten Bedarf, sondern als Zukunftsangebot konzipieren soll. Dass das nach der aktuellen Gesetzeslage nicht geht, entkräftet er mit dem Argument, dass im Rahmen des Lausitzer Strukturwandels Sonderregelungen getroffen werden könnten. Hiltscher und die IG sehen die Straße als Teil einer leistungsfähigen Infrastruktur, die in ihren Augen Voraussetzung für einen gelingenden Strukturwandel ist.

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