merken
PLUS Zittau

Was ist das für ein Blitzer an der Pescheckstraße?

Autofahrer müssen jetzt auf der Zittauer Pescheckstraße vorsichtig sein - ansonsten droht ein Bußgeldbescheid. Zuvor stand er schon woanders.

Der Blitzer steht nun in der Pescheckstraße in Zittau.
Der Blitzer steht nun in der Pescheckstraße in Zittau. © Foto: Jan Lange

Auf der Pescheckstraße gilt seit vier Wochen Tempo 30. Doch nicht alle Autofahrer halten sich an diese Geschwindigkeitsbegrenzung - zum einen aus Unwissenheit, weil die Regelung eben erst seit Kurzem besteht, zum anderen, weil sie gern schneller als erlaubt fahren. Nun droht den Zu-Schnell-Fahrern allerdings ein Bußgeldbescheid. Denn auf der Pescheckstraße steht seit gestern eine Blitzeranlage.

Das Gerät ist vom Typ S350 Semi Station und ist in einem Blitzer-Anhänger verbaut, der an unterschiedlichen Orten zum Einsatz kommen kann. Es ist die erste Blitzanlage dieser Art im Landkreis Görlitz und sie wurde vom Kreis gemietet.

Anzeige
Familienabenteuerland Sachsen
Familienabenteuerland Sachsen

Die schönsten Regionen Sachsens, die besten Ausflugsziele und kulinarischen Highlights. Hier gibt's Geheimtipps, die garantiert noch nicht Jeder kennt.

Auch auf der Pescheckstraße soll die Anlage nicht für immer stehen, sondern nur für eine begrenzte Zeit. Wöchentlich wird sie versetzt, teilt Kreissprecherin Julia Bjar auf SZ-Anfrage mit.

Blitzer stand vorher an der Schliebenstraße

Vor der Pescheckstraße stand der Blitzer an der Schliebenstraße in Höhe des Studentenwohnheims D. Die Schliebenstraße hatte die Stadt Zittau am 8. Mai 2019 zur Tempo-30-Zone erklärt. Allein zwischen dem 13. Mai 2019 und dem 19. November 2019 wurde acht Mal die Einhaltung der Geschwindigkeit überwacht und dabei insgesamt mehr als 2.500 Tempoverstöße festgestellt. Die meisten Überschreitungen wurden kurz nach der Einrichtung der 30er-Zone am 13. und 15. Mai 2019 registriert.

Die Zahl der Temposünder hat sich zwar seitdem etwas verringert, aber es gibt immer noch viele Autofahrer, die hier schneller fahren. Dafür spricht auch der jüngste Einsatz der Blitzeranlage. Die Schliebenstraße wurde dabei als Schulungsort ausgewählt, wie Julia Bjar mitteilt. Das heißt, dass sie hier zum ersten Mal zum Einsatz kam.

Verkehrsaufkommen durch Umleitung deutlich gestiegen

Dass der Blitzer-Anhänger jetzt in die Pescheckstraße umgezogen ist, hängt mit den Bauarbeiten auf der benachbarten Äußeren Weberstraße zusammen. Wegen des Straßenbaus wird der Verkehr über die Pescheckstraße und Weststraße umgeleitet. Auf den beiden Straßen ist das Verkehrsaufkommen dadurch deutlich angestiegen - und damit auch die Zahl der Zu-Schnell-Fahrer. Deshalb sind Anwohner auch froh, dass nun der Blitzer aufgestellt wurde. "Der kann gern immer stehen bleiben", meint ein Anwohner.

Sein Wunsch wird aber ungehört bleiben. Die Anlage wird im gesamten Zuständigkeitsbereich des Landkreises Görlitz eingesetzt, heißt es vonseiten der Kreisverwaltung. Auch in der Schliebenstraße soll sie später erneut stehen und Raser blitzen.

Das Lasergerät hat eine hohe Reichweite und scannt die gesamte Fahrbahn in beide Richtungen beziehungsweise über alle Fahrspuren hinweg.

Auch Kritik an Messgerät

Allerdings gerieten Blitzgeräte von Typ Traffistar S350 auch in die Kritik, weil sie angeblich mangelhafte Messungen machen. Trotz der richterlichen Entscheidung im Saarland werden diese Messgeräte in den meisten Bundesländern weiterhin eingesetzt. Denn um die Zulässigkeit des Messsystems ging es in dem damaligen Urteil nicht. Dieses Messsystem ist nach wie vor durch die Physikalisch-Technische-Bundesanstalt zugelassen. Es erfüllt alle gesetzlichen Regelungen.

Mehr Nachrichten aus Löbau und Umland lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Zittau und Umland lesen Sie hier.

Sie wollen die wichtigsten Nachrichten aus Löbau und/oder Zittau direkt aufs Smartphone gesendet bekommen? Dann melden Sie sich für Push-Nachrichten an.

Sie wollen schon früh wissen, was gerade zwischen Oppach und Ostritz, Zittauer Gebirge und A4 passiert? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter "Löbau-Zittau kompakt".

Wer uns auf Social Media folgen will:

Sie haben Hinweise, Kritik oder Lob? Dann schreiben Sie uns per E-Mail an [email protected]ächsische.de oder [email protected]ächsische.de

Mehr zum Thema Zittau