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B99-Brücke kann gebaut werden

Das Bauwerk bei Ostritz ist in einem schlechten Zustand. Nun haben die Behörden den nächsten Schritt zur geplanten Sanierung getan.

Die baufällige Brücke zwischen Ostritz und Leuba soll seit Jahren saniert werden.
Die baufällige Brücke zwischen Ostritz und Leuba soll seit Jahren saniert werden. © Archivfoto: Matthias Weber

Lange genug hat es gedauert - nun gibt es einen weiteren Fortschritt beim geplanten Bau der B99-Brücke über den Steinbach zwischen Ostritz und Leuba. Die Landesdirektion Sachsen hat jetzt den Planfeststellungsbeschluss veröffentlicht. Die Unterlagen liegen bis zum 9. Februar im Ostritzer Rathaus aus. Die Einsichtnahme ist allerdings aufgrund der Corona-Pandemie nur nach vorheriger telefonischer Terminabsprache möglich.

Mit dem Planfeststellungsbeschluss und damit der Erlangung des Baurechtes können nun die weiteren Schritte zur Ausführungsplanung und der Vergabe der Bauleistungen vorangetrieben werden.

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Seit Jahren ist bekannt, dass die aus dem Jahr 1934 stammende Stahlbetonbrücke zwischen Ostritz und Leuba in einem schlechten baulichen Zustand ist und dringend saniert werden muss. Der verstärkte Schwerlastverkehr während der Straßenbauarbeiten nahe dem polnischen Kraftwerk Turow hatte die Situation weiter verschlechtert. Äußere Elemente der Brücke waren bereits abgeplatzt.

Deshalb mussten 2016 Maßnahmen zur Tonnagebegrenzung und Reduzierung der Geschwindigkeit ergriffen werden. Fahrzeuge ab 20 Tonnen dürfen nicht mehr die Brücke passieren. Die Fahrbahn ist zudem eingeengt und im Bereich der Brücke gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h.

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) hatte im August 2017 eine Planfeststellung beantragt. Im Rahmen des Verfahrens wird die Vereinbarkeit des Projekts mit privaten und öffentlich-rechtlichen Belangen einer unabhängigen Prüfung unterzogen und die Umweltverträglichkeit des Vorhabens sichergestellt.

Geplant ist nicht nur ein Ersatzneubau für die baufällige Brücke sondern auch der Ausbau des B99-Kurvenradius. Damit soll ein Unfallschwerpunkt beseitigt werden. Zwischen 2006 und 2011 hatte die Polizeidirektion Görlitz im Nahbereich der Brücke zehn Verkehrsunfälle mit zum Teil schweren Personenschäden registriert.

Um die Kurve entschärfen zu können, wurden verschiedene Varianten überprüft. Die gewählte Variante zeichnet sich aus Sicht des Lasuv dadurch aus, dass sie von den drei betrachteten Varianten am wenigsten von der bestehenden Trasse abweicht und der Eingriff in entlang der Bundesstraße anliegenden Grundstücken auf ein Minimum reduziert wird.

Von einem privaten Flurstück soll für den Ausbau der Kurve eine Fläche von 425 Quadratmetern dauerhaft in Anspruch genommen werden. Hinzu kommen rund 460 Quadratmeter, die vorübergehend genutzt werden sollen. Denn während der Bauzeit soll der Verkehr wechselseitig über eine einstreifige Behelfsumfahrung mit Ampelregelung geführt werden.

Die Grundstückseigentümer hatten sich gegen die dauerhafte beziehungsweise zeitweise Nutzung ihrer privaten Flächen ausgesprochen. Ihre Einwendungen wurden von der Landesdirektion abgewiesen.

Gegen den Planfeststellungsbeschluss kann innerhalb eines Monats schriftlich Klage beim Sächsischen Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen erhoben werden.

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