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Haus geflutet wegen geplatzter Leitung

Aus einem Fenster des Gebäudes an der Bahnhofstraße in Oderwitz lief bereits das Wasser, als die Feuerwehr anrückte. Wie konnte das passieren?

16 Kameraden der Oderwitzer Feuerwehr pumpten einige Tausend Liter Wasser aus dem Keller.
16 Kameraden der Oderwitzer Feuerwehr pumpten einige Tausend Liter Wasser aus dem Keller. © xcitepress

So einen Einsatz haben die Kameraden der Oderwitzer Feuerwehr schon lange nicht mehr erlebt. Am Freitagvormittag mussten sie zur Bahnhofstraße ausrücken, weil in einem Wohnhaus ein Rohr geplatzt war. "Ein Passant sah, wie Wasser aus einem Fenster im Erdgeschoss lief", berichtet Feuerwehr-Leiter Alexander Pollier. Dieser habe erst nach einem Eigentümer gesucht. Als das erfolglos blieb, rief er die Rettungsleitstelle - und die alarmierte schließlich 10.54 Uhr die Feuerwehr.

16 Kameraden aus beiden Ortsteilen rückten mit drei Fahrzeugen an. Als sie eintrafen, stand das Wasser im Keller bereits 20 Zentimeter hoch. Das lief von einer geplatzten Leitung in einer Zwischendecke über den Holzfußboden im Erdgeschoss nach unten. Deshalb stellten die Kameraden als erstes die Trinkwasserleitung ab, schalteten das Wohnhaus stromlos und forderten die Sowag an. Mithilfe einer Tauchpumpe und einem Nass-Trocken-Sauger holten sie einige Tausend Liter Wasser aus dem Gebäude. "Das Haus ist zwar noch bewohnbar, aber der Schaden erheblich", meint der Feuerwehr-Leiter. Die genaue Stelle konnten die Kameraden nicht ausfindig machen, sonst hätten sie die Zwischendecke öffnen müssen. Damit wäre der Schaden noch größer geworden.

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Aber Alexander Pollier hat dennoch eine Vermutung über die Ursache. Für ihn hängt der wahrscheinliche Grund mit dem Frost der vergangenen Tage zusammen. Schließlich dehnt sich Wasser beim Frieren aus, was zu hohem Druck führt - und letztlich die Leitung zum Platzen bringt. Am Ende organisierten die Feuerwehrleute auch noch einen Elektriker und Wasserinstallateur aus der Gemeinde, damit der Bewohner wieder provisorisch versorgt ist. "Er kam dann doch noch herzu und wir konnten alles klären", so Alexander Pollier. Letztlich wird es wohl ein Fall für die Versicherung.

Der Einsatz für die Feuerwehr endete um 13.20 Uhr, die Bahnhofstraße war währenddessen voll gesperrt. Für sie ist es der fünfte dieses Jahr gewesen.

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