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Dauerproblem Vodafone: Zwei Störungen in einer Woche

Am Dienstag und Mittwoch ist bei Hunderten Kabel-Kunden im Raum Zittau das Netz ausgefallen - wieder mal. Die WBG hat vorab schon das Gespräch gesucht.

Geschäftsführerin Uta-Sylke Standke von der Wohnbaugesellschaft in Zittau hält Vodafone für einen "verlässlichen und starken Partner" - trotz Ausfällen.
Geschäftsführerin Uta-Sylke Standke von der Wohnbaugesellschaft in Zittau hält Vodafone für einen "verlässlichen und starken Partner" - trotz Ausfällen. © Federico Gambarini/dpa/Rafael Samedro/SZ-Montage

Mehrere Mieter haben sich am Mittwochnachmittag verärgert an die Wohnbaugesellschaft (WBG) Zittau gewandt. Der Grund: Das Kabelnetz von Vodafone war ausgefallen - wieder mal. Stundenlang konnten sie weder fernsehen, noch telefonieren oder ins Internet. Und weil selbst die internen Dienste und damit die Störungshotline des Telekommunikationsunternehmens nicht funktionierten, erreichten die Beschwerden gehäuft den Großvermieter. "Auch wir bekommen dann den Frust ab", sagt Geschäftsführerin Uta-Sylke Standke von der WBG, deren Vertragspartner Vodafone ist.

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Die Störung trat am Mittwoch gegen 12.20 Uhr auf und betraf 2.000 Kunden im Landkreis Görlitz, davon allein 900 in Zittau. Grund war laut Vodafone-Sprecher Volker Petendorf der kurzzeitige Ausfall eines Netzelements, das den Verkehr im Kabelnetz für mehrere Regionen steuert. "Die Techniker arbeiteten sofort mit Hochdruck an der Entstörung", berichtet er. Gegen 15.30 Uhr waren die Kunden wieder ans Kabelnetz angeschlossen.

Bereits einen Tag vorher gab's zwischenzeitlich Einschränkungen. Diese dauerten von 15.35 bis 16.11 Uhr und betrafen bis zu 900 Vodafone-Kunden, die vorübergehend kein Kabelfernsehen nutzen konnten. "Ursache war ein defektes Bauteil, dass schnellstmöglich ausgetauscht wurde", teilt Volker Petendorf mit.

Er bittet die Betroffenen um Entschuldigung für ihre vorübergehenden Unannehmlichkeiten. "Uns war bei beiden Störungen bewusst, dass es hier nicht nur um technische Reparaturen ging, sondern um Kunden, die klare Kommunikationsbedürfnisse haben und – gerade auch in Zeiten mit viel Homeoffice - den Anschluss an das Glasfaserkabelnetz von Vodafone wünschen und benötigen."

Für Donnerstag konnte der Sprecher keine nennenswerten Störungen erkennen. Aber natürlich gebe es fast täglich und überall in Deutschland irgendwelche Einschränkungen bei Kunden, so Volker Petendorf. "Die meisten der gemeldeten Störungen liegen erfahrungsgemäß nicht im direkten Verantwortungsbereich des jeweiligen Netzbetreibers." Und fast alle Störungen ließen sich im direkten Dialog zwischen dem Kunden und dem technischen Kundenservice klären. "Manchmal ist aber auch der Einsatz von Vor-Ort-Technikern oder von Tiefbau-Experten notwendig", erklärt er.

Netzprobleme wie diese Woche traten bei Vodafone dieses Jahr schon gehäuft in Zittau auf. Allein im Januar mehrere Male, auch im Februar sowie März und April gab's welche. Geschäftsführerin Uta-Sylke Standke sieht das Unternehmen zwar als "verlässlichen und starken Partner" an, aber hat aufgrund der gehäuften Ausfälle bereits im Frühjahr auch das Gespräch mit dem Telekommunikationsunternehmen gesucht. Seither funktioniert zumindest die Kommunikation besser. So hat die WBG am Mittwoch nicht nur von den Mietern über den Ausfall erfahren, sondern auch von Vodafone selbst - genauso wie über die Beseitigung der Störung.

Und wie Uta-Sylke Standke weiß, verstärkt der Betreiber gerade das Kabelnetz in Ostsachsen - um Störungen zu minimieren, im Idealfall gänzlich auszuschließen. "Das kann nur eine Hoffnung sein", sagt sie und kennt diese Probleme auch von anderen Anbietern wie der Telekom. "Man steckt nun mal nicht drin."

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