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Corona-Hotspot-Team hilft Heimen

Zuletzt gab es viele Corona-Fälle in Alten- und Behindertenheimen. Der Kreis hat nun eine eigene Truppe gebildet, um dort die Infektionsketten zu unterbrechen.

Es gibt derzeit viele Corona-Tests und Neuinfektionen - auch im Landkreis Görlitz.
Es gibt derzeit viele Corona-Tests und Neuinfektionen - auch im Landkreis Görlitz. © Marius Becker/dpa

Schon seit Wochen verzeichnet die Stadt Zittau einen starken Anstieg der Corona-Fälle. Allein am Mittwoch meldete der Kreis 38 Neuinfektionen, Donnerstag waren es zehn. Diese Entwicklung geht auch an den Zittauer Werkstätten nicht spurlos vorbei. Derzeit befinden sich sowohl Mitarbeiter als auch Beschäftigte im Krankenstand oder in Quarantäne, wie Geschäftsführer Daniel Klemm der SZ bestätigt. Wenn Erkrankungen bekannt werden, arbeiten die Zittauer Werkstätten, so Klemm, eng mit dem Kreisgesundheitsamt zusammen, um umgehend reagieren zu können. 

Dafür gebe es nach seinen Worten festgelegte Abläufe und Instrumente wie zum Beispiel Übergabeprotokolle und gegebenenfalls die Liste der Kontaktpersonen im Werkstattbereich. Diese werden schnellstens an das Gesundheitsamt übermittelt. Und dort zügig abgearbeitet, wie der Kreis auf SZ-Nachfrage mitteilt. Die Ermittlungen der Kontaktpersonen werde meist tagaktuell durchgeführt. Das Ermittlungsteam ist dafür täglich von 8 bis 20 Uhr in zwei Schichten im Einsatz. Allein für die Feststellung von Kontaktpersonen stehen 240 geschulte Mitarbeiter zur Verfügung.

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In den vergangenen Tagen sei ein Hotspot-Team aufgebaut worden, informiert Kreissprecherin Julia Bjar. Es unterstützt Einrichtungen der Altenpflege und der Behindertenhilfe bereits zu einem frühen Zeitpunkt, wenn eine Infektion bei Bewohnern oder Mitarbeitern bekannt wird. Zuletzt gab es in mehreren Heimen in verschiedenen Orten des Landkreises Corona-Neuinfektionen. Auch in Zittauer Alten- und Pflegeheimen hat es positive Corona-Fälle gegeben, wie der Landkreis bestätigt. Zuvor waren auch mehrere Corona-Neuinfektionen im Wohnheim für Menschen mit geistiger Behinderung festgestellt worden.

Mit den Einrichtungen werde nach Lösungen gesucht, wie Infektionsketten unterbrochen werden können, teilt der Kreis mit. Dazu gehören unter anderem ein Betretungsverbot für Privatbesucher, verschärfte Hygienemaßnahmen und der Wechsel vom einfachen Mund-Nasen-Schutz auf FFP-2-Masken.

Es werde aber auch versucht, die Arbeitsfähigkeit der Einrichtungen zu erhalten. Nachdem die Corona-Fälle in den Zittauer Werkstätten bekannt wurden, zeigten sich Leser der SZ verwundert, warum die Einrichtung nicht ganz geschlossen werde. Daniel Klemm erklärt, dass dann die Verantwortlichkeiten für die Betreuung der Mitarbeiter zu einem großen Teil auf Eltern, Angehörige und Betreuer verlagert werden würde. Nicht in jedem Fall sei die Aufgabe durch diesen Personenkreis zu leisten - aufgrund von Alter und Berufstätigkeit. Deshalb sei man bestrebt, eine Schließung mit allen Mitteln zu vermeiden. Das eigene Arbeitsschutz- und Hygienekonzept werde regelmäßig an die aktuellen Gegebenheiten angepasst, versichert Klemm.

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