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Zik-Mutterfirma bald nicht mehr insolvent

Die Gräfenthaler Kunststofftechnik hat durch die Corona-Pandemie hohe Umsatzeinbrüche. Die Sanierung ist fast geschafft. Betrifft das auch den Zittauer Standort?

Die Zittauer Kunststoff GmbH (Zik) hat ihren Sitz im Gewerbegebiet Weinau.
Die Zittauer Kunststoff GmbH (Zik) hat ihren Sitz im Gewerbegebiet Weinau. © Matthias Weber

Die Muttergesellschaft der Zittauer Kunststoff GmbH (Zik) ist insolvent. Darüber informiert der Erfurter Rechtsanwalt Rolf Rombach, der mit seinem Team die Geschäftsführung der Gräfenthaler Kunststofftechnik (GKT) aus Thüringen im Verfahren unterstützt. Das Unternehmen produziert seit 1991 Präzisionswerkzeuge und Kunststoffteile aus Thermoplast und Duroplast für die Automobil-, Elektrotechnik-, Hausgeräte- und Spielwaren-Branche in Null-, Klein- und Serienfertigung.

Grund für die Insolvenz ist die Corona-Krise gewesen, die auch eine Restrukturierung in Eigenverwaltung erschwerte. GKT hatte voriges Jahr einen entsprechenden Antrag beim Amtsgericht Gera gestellt und genehmigt bekommen. Das Unternehmen nutzte seither die Zeit, um alle erforderlichen Schritte für die finanzielle und operative Neuaufstellung vorzubereiten. "Wie viele andere waren wir gezwungen, aufgrund des starken Umsatzrückgangs im ersten Lockdown die bereits eingeschlagene Sanierung abzuschließen", erklärt Ralf Götze, geschäftsführender Gesellschafter der GKT.

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Innerhalb eines knappen Jahres konnte die Firma saniert werden. Am Mittwoch stimmten auch die Gläubiger dem Insolvenzplan zu. Rückblickend sei das eigenverwaltete Verfahren die richtige Entscheidung gewesen, um das Unternehmen für die Zukunft auf solide wirtschaftliche Füße zu stellen, so Ralf Götze. In den nächsten Wochen soll es aufgehoben werden. Damit sei der Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft gelegt, so Rechtsanwalt Rolf Rombach und dankt allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit in den zurückliegenden Monaten. Zik war seinen Angaben zufolge zu keiner Zeit vom Insolvenzverfahren direkt betroffen.

GKT selbst gehört zur Götze-Gruppe. Dahinter steckt ein zweites Generation bestehendes Familienunternehmen, das Komplettlösungen in der Kunststofftechnik bietet. Die Gruppe unterhält Standorte in Gräfenthal und Zittau und beschäftigt aktuell rund 300 Mitarbeiter. (SZ)

Update, 18. Juni, 15.57 Uhr: In einer früheren Version dieses Textes hieß es im Vorspann, dass eine Sanierung der Firma ansteht. Das Unternehmen legt aber - so wie es in seiner Pressemitteilung heißt - Wert auf die Feststellung, dass die Sanierung kurz vor dem Abschluss steht. Wir bitten, die Ungenauigkeit zu entschuldigen.

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