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Urlauber kehren ins Schlosshotel zurück

Nach monatelanger Schließung kann ab 16. Juli wieder im Schlosshotel Althörnitz übernachtet werden. Ruhig war es hier in den vergangenen Monaten aber nicht.

Das Team vom Schlosshotel Althörnitz: der neue Direktor Andreas Korf, Eigentümerin Kateryna Smura und Managerin Janin Blaser (v. l.).
Das Team vom Schlosshotel Althörnitz: der neue Direktor Andreas Korf, Eigentümerin Kateryna Smura und Managerin Janin Blaser (v. l.). © Matthias Weber/photoweber.de

"Herzlich willkommen im Schlosshotel Althörnitz" - so werden ab 16. Juli wieder die Gäste in der bekannten Herberge bei Zittau begrüßt. Monatelang war das Hotel mit seinen 75 Zimmern geschlossen.

Während des Lockdowns konnten Hotels Geschäftsreisende beherbergen, doch davon machten die Eigentümer des Schlosshotels keinen Gebrauch. "Wir sind fokussiert auf Touristen", begründet Kateryna Smura die Entscheidung. Und touristische Reisen waren bis vor Kurzem nicht möglich. Im Juni beschloss Sachsen für den Bereich Lockerungen. Und so können sich nun die Türen des Schlosshotels Althörnitz für die Urlauber öffnen.

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Trotz der Schließung war es nicht ruhig in dem Komplex. Neben ein paar Mitarbeitern des Hotels, die für Ordnung sorgten, gaben sich Bauarbeiter die Klinke in die Hand. Die Zeit wurde genutzt, um das Haus zu modernisieren. Der Fokus lag dabei auf dem Neubau. Hier wurden 23 Zimmer komplett und 43 Zimmer teilrenoviert, so Frau Smura.

Auch die Lobby mit der Rezeption erhielt eine Verschönerungskur und wurde erweitert, um den Reisenden künftig ein coronakonformes Ein- und Auschecken zu ermöglichen. "Es gibt mehrere Sitzecken, in denen sie in Ruhe die Formulare ausfüllen können und nicht in der Schlange an der Rezeption stehen müssen", erklärt die Hoteleigentümerin. An anderen Stellen wurde auch nachjustiert. So mussten die Holzmöbel Oberflächen haben, die problemlos mit Desinfektionsmitteln gereinigt werden können.

Die notwendigen Umplanungen waren nicht die einzigen Herausforderungen, vor denen die Hoteleigentümer standen. "Es war nicht einfach, Handwerker zu finden", fasst Frau Smura die schwierige Situation kurz zusammen. Auch die Materiallieferung klappte nicht immer reibungslos. So werden die neuen Lampen etwas später im Hotel eintreffen. Im Moment haben die Bauarbeiten einen Verzug von zwei Wochen.

Auf den Termin der Wiedereröffnung hat das keinen Einfluss. Der 16. Juli ist gesetzt und die ersten Zimmer gebucht. Anfangs stockte die Nachfrage etwas, was die Eigentümerin den späten Lockerungen zuschreibt. Während in Mecklenburg-Vorpommern und Bayern Urlaubsreisen früher erlaubt waren, lockerte Sachsen erst Mitte Juni. Die Zahl der Buchungen habe zuletzt aber deutlich zugenommen, fügt Frau Smura hinzu.

Im Sommer finden keine weiteren Umbauten statt. Der Altbau wird im Herbst in Angriff genommen. Hier warten noch mehrere Suiten auf ihre Modernisierung.

Andreas Korf ist der neue Direktor vom Schlosshotel Althörnitz.
Andreas Korf ist der neue Direktor vom Schlosshotel Althörnitz. © Matthias Weber/photoweber.de

Begrüßt werden die Gäste von einem neuen Hoteldirektor. Andreas Korf ist hier seit Ende Oktober tätig. Seine erste Amtshandlung war die Schließung des Hotels - Anfang November begann der zweite Lockdown. Der gelernte Hotelfachmann arbeitete ein paar Jahre in Deutschland und war dann fast 20 Jahre im Ausland - unter anderem in den USA und China - tätig. Von Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur ging es nach Zittau.

Vor Jahren überlegte er öfter, nach Deutschland zurückzukehren. Corona beschleunigte das um etwa drei Jahre, so Korf. Überzeugt habe ihn die Hotelchefin, als sie von ihren Visionen für das Haus erzählte. Ziel sei es, so Frau Smura, das Schlosshotel zu einem Juwel in Ostsachsen zu machen. Der Hoteldirektor ist sich bewusst, dass es ein anstrengender Weg ist und eine Zeit dauern wird, aber er möchte die Puzzleteile gern zusammenfügen. Seinen Wechsel nach Hörnitz bereut er bisher nicht.

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