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Corona: Hier gibt's den digitalen Impfpass

Seit Montag stellen Apotheken den digitalen Impfpass aus. Aber noch nicht alle in der Region Löbau-Zittau bieten den Service an.

Symbolbild
Symbolbild © Stefan Puchner/dpa

Zwischen 30 und 40 digitale Impfpässe haben Henrik Wintzen und seine Mitarbeiter am Montag in der Johannisapotheke Zittau ausgestellt. Ähnlich hoch war die Zahl in den anderen Apotheken von Henrik Wintzen - Fontane-Apotheke Oderwitz, Hubertus-Apotheke Olbersdorf und Marien-Apotheke Seifhennersdorf. Bis zum Dienstagvormittag funktionierte alles gut, berichtet der Apotheker. Dann aber sei der Server überlastet gewesen und es ging nur sehr schleppend.

Normalerweise dauert es etwa fünf Minuten bis der digitale Impfpass ausgestellt ist. Die Impfdaten werden in einer speziellen Software erfasst, die daraus einen QR-Code generiert. Dieser Code wird über das Smartphone in die Corona-Warn-App oder die neue CovPass-App eingescannt, die dann einen digitalen Impfpass darstellen.

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"Leider müssen wir die persönlichen Daten per Hand eingeben", meint Wintzen. Einfacher wäre es, wenn man die Gesundheitskarte einlesen könnte, schlägt er vor. Dass bei der händischen Eingabe Fehler auftreten könnten, muss keiner befürchten. Wird zum Beispiel ein falsches Geburtsdatum oder ein falscher Impfstoff eingegeben, gibt es von der Software eine Fehlermeldung.

Den digitalen Impfpass gibt es seit Montag auch in den Impfzentren. Aber die stellen ihn nur direkt nach der zweiten Impfung aus. Im Löbauer Impfzentrum war das gestern aus technischen Problemen noch nicht möglich.

Wer nachträglich einen digitalen Impfnachweis bekommen möchte, muss sich an Apotheken wenden. Aber noch nicht alle Apotheken aus der Region Löbau-Zittau bieten diesen Service an. 19 Apotheken aus dem Süden des Landkreises haben sich beim Deutschen Apotheken-Verband angemeldet und den erforderlichen Zugang erhalten.

Die Stadtapotheke in Zittau gehört bisher nicht dazu. Wie eine Mitarbeiterin der SZ erklärt, sei man noch nicht freigeschalten. Anmelden konnte sich die Stadtapotheke erst jetzt, so die Begründung für die Verzögerung. In der Stadtapotheke wird mit einer Freischaltung bis Ende der Woche gerechnet. Bis dahin müssen die Kunden, die nach dem digitalen Impfpass fragen, vertröstet werden.

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Für die Apotheken bedeutet die Ausstellung des digitalen Impfpasses eine zusätzliche Aufgabe. "Es ist schwer, alles zu schaffen", meint Henrik Wintzen. Die Hauptaufgabe sei ja die Versorgung mit Medikamenten. "Wir machen es so gut es geht nebenbei. Aber es geht langsam an unsere Kapazitätsgrenzen", so der Apotheker.

Neben den Apotheken und Impfzentren können auch impfende Arztpraxen den digitalen Impfpass ausstellen.

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