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Zittauer wollen alte Gebäude erhalten

In der Schauburg ist jetzt über die Rettung von Denkmalen diskutiert worden. Dabei war auch die Mandaukaserne Thema.

© Rafael Sampedro

„Was weg ist, ist weg!“ Mit dieser Aussage eröffnete der denkmalpolitische Sprecher der bündnisgrünen Landtagsfraktion, Wolfram Günther, am vorigen Freitag in der Zittauer Schauburg eine Veranstaltung, bei der über Wege zur Rettung von Denkmalen diskutiert wurde. Die Veranstaltung, die von der Partei Bündnis 90/Die Grünen organisiert wurde, stand unter dem Thema „Wie viel alte Bausubstanz können wir uns leisten?“. Das teilt Matthias Böhm vom Stadt- und Regionalverband Zittau der Bündnisgrünen mit. Neben Wolfram Günther und Matthias Böhm diskutierten Barbara Ditze vom Netzwerk Industriekultur Sachsen, Elke Fasler vom Stadtforum Zittau und René Nestler, Vorsitzender des Vereins „Freunde der Mandaukaserne Zittau“, mit den über 50 Besuchern.

Wolfram Günther riet den Zittauern, leerstehende historische Bausubstanz mit einfachen Mitteln zu sichern und für spätere Nutzungen zu bewahren. Die Schauburg als Veranstaltungsort habe diese Auffassung trefflich untermauert, so Matthias Böhm. „Thomas Göttsberger vom Stadtforum Zittau hatte sie mit zwei Mitstreitern erworben und notgesichert, ohne ein konkretes Nutzungskonzept vor Augen zu haben. In diesem Jahr startet ein neues Eigentümerpaar nun mit der Schauburg als Veranstaltungsort“, so Böhm. Ähnlich geht Göttsberger nun bei der Mandaukaserne vor. „Zur Notsicherung des Südturms lässt er seit Freitag ein Gerüst aufstellen“, so Böhm. „Die veranschlagten 10 000 Euro für Einrüstung und Sicherungsarbeiten schießt er vor, hofft aber auf eine breit angelegte Spendenaktion.“ Zur Frage aus dem Publikum, wie viele historische Großbauten sich die Stadt Zittau angesichts sinkender Einwohnerzahlen leisten kann, zog Matthias Böhm, selbst Stadtrat, einen Vergleich zur historischen Innenstadt: „Wir werden sicher nicht für jedes Altstadthaus eine Nutzung finden. Dennoch muss die ganze Innenstadt als Ensemble gesichert werden.“ Rückendeckung erhielt Böhm vom Bauingenieur Peter Luthardt, der einst in der Stadtverwaltung Zittau tätig war. Ein Rückbau der Mandaukaserne würde eine städtebauliche Lücke zwischen Innenstadt und Südstadt reißen, sagte Luthardt. Hier werde das Schlieben-Schulzentrum gerade aufwendig saniert, die „Heimstätten“ sind langfristig im Bestand gesichert.

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Als Fazit der Veranstaltung fasste Matthias Böhm zusammen: „Der große Teil des Publikums war für den Erhalt der Mandaukaserne.“ (SZ)

Spendenkonto Mandaukaserne: Freunde der Mandaukaserne e.V., IBAN: DE17 1207 0024 0568 8833 60, BIC: DEUTDXXX, Deutsche Bank Zittau, Verwendungszweck: Notsicherung Südturm Mandaukaserne