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Pirna

Zoll deckt Schleusung auf

Die Einsatzkräfte spüren auf der A 17 bei Bahretal einen Bus auf. Bei der Kontrolle kommt schnell ein Verdacht auf.

©  Archiv: Ronald Bonss

Die Einsatzkräfte der Bundeszollverwaltung haben bereits am Donnerstag voriger Woche auf der A 17 nahe der Anschlussstelle Bahretal einen Bus nebst Insassen zur Kontrolle abgeleitet. Im Reisebus befanden sich unter anderem drei jemenitische Staatsangehörige (40, 20 und 14 Jahre). Die Jemeniten wiesen sich zur Kontrolle mit Diplomatenpässen aus, die jedoch in der Bundesrepublik Deutschland nicht anerkannt sind, heißt es in einer Mitteilung der Bundespolizeidirektion Berggießhübel vom Montag. 

Weiterhin führten die drei Personen noch ihre nationalen Dokumente mit. In diesen befanden sich jedoch keinerlei Sichtvermerke, in Form eines Visums, für die Bundesrepublik Deutschland. Alle drei wurden in polizeilichen Gewahrsam genommen. Im Zuge der Ermittlungen gab es Hinweise, dass die Reise der 20-Jährigen und deren Nichte mittels Schleuser organisiert worden war.

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Im Zuge der polizeilichen Sachbearbeitung stellte die 20-Jährige für sich ein Asylbegehren. Im Anschluss erfolgte die Weiterleitung zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Am Folgetag wurde gegen den Mann und die 14-Jährige eine Ausreisefrist angeordnet.

Die Bundespolizei ermittelt nun gegen die derzeit unbekannten Organisatoren der Schleusung der Jemeniten. (SZ)