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Zoll verursacht Stau bis zum Tunnel

Stundenlange Kontrollen kurz hinter Grenze in Polen haben den Verkehr auf der A4 lahmgelegt.

© Michael Engler

Görlitz. Der polnische Zoll hat auf der A4 kurz hinter dem Grenzübergang Ludwigsdorf am Donnerstagabend und Freitagvormittag den Verkehr kontrolliert und damit auf deutscher Seite einen kilometerlangen Stau und Wartezeiten von bis zu zweieinhalb Stunden verursacht. Dieser reichte zeitweise bis zum Tunnel „Königshainer Berge“, wie Michael Engler von der Bundespolizei informiert. Er habe sich den Stau aus der Luft angeschaut, wisse aber nicht den Grund für die polnischen Kontrollen. Diese liefen am Donnerstag von 17 bis 20 Uhr, am Freitag von 9 bis 12 Uhr. Aktuell sei der Verkehr zähflüssig, sagt er.

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Es handele sich um eine allgemein übliche, in Abständen und unangekündigt vorgenommene Kontrolle, die durch das Gesetz zum Überwachungssystem für Warenbeförderungen vom 9. März 2017 geregelt und gefordert seien, teilte Marta Tarnowska, Sprecherin des Breslauer Finanzamts, auf SZ-Anfrage mit. Man wolle Steuerbetrug aufdecken. In dem knapp ein Jahr alten Gesetz geht es unter anderem darum, Verstöße gegen die Meldepflicht bei der Einfuhr, der Ausfuhr und dem Transit bestimmter Waren aufzudecken. Betroffen sind beispielsweise bestimmte Erdöle und Alkohole.

Der Zoll in Deutschland sei von der Aktion nicht in Kenntnis gesetzt worden und nicht daran beteiligt, teilt das Dresdner Hauptzollamt mit. Die Behörde versicherte aber, dass die polnischen Beamten nur auf polnischem Territorium aktiv seien. Eine Absprache mit den deutschen Behörden sei Sache des Finanzministeriums in Warschau, sagt Marta Tarnowska. Wie lange die Kontrolle noch dauert, sagte sie nicht. Über Ergebnisse werde gegebenenfalls informiert, so die Sprecherin. (ihg, mm, tc)

Aktualisiert: 14.20 Uhr