merken
Hoyerswerda

Zoo wildert erneut vier Steinkäuze aus

In Hoyerswerda gezüchtete Jungvögel sind jetzt in Brandenburg Zuhause.

© Foto: www.pixabay.com

Hoyerswerda. Der Zoo Hoyerswerda setzt sein nach eigenen Angaben erfolgreiches Auswilderungsprojekt für Steinkäuze fort. Vier der sechs Nachzuchten sind vorigen Dienstag in ein Wiederansiedlungsprojekt im Naturpark Nuthe-Nieplitz in Brandenburg umgezogen. „Steinkäuze sind sehr selten geworden. Umso mehr freuen wir uns, dass wir unsere kleinen Steinkäuze auch in diesem Jahr wieder in eine für sie optimal geeignete Umgebung geben konnten“, erklärt Zooleiter Eugène Bruins.

Die vier Jungvögel, welche der Zoo Hoyerswerda bereits 2019 an das Wiederansiedlungsprojekt übergeben hatte, wurden laut Zoo-Mitteilung jeweils in Auswilderungsvolieren mit fremden Jungvögeln verpaart. Zwei dieser Pärchen haben bereits erfolgreich gebrütet und insgesamt sieben Jungtiere aufgezogen. Im Juli 2020 wurden alle Volieren geöffnet und die Steinkauzfamilien in die Freiheit entlassen.

TOP Reisen
TOP Reisen
TOP Reisen

Auf ins Weite, ab in die Erholung! Unsere Top Reisen der Woche auf sächsische.de!

Kurz nach der politischen Wende vor nunmehr dreißig Jahren wurde mit dem Wiederansiedlungsprojekt zwischen Potsdam und Luckenwalde begonnen. Bis die ersten Steinkäuze ausgewildert werden konnten, brauchte es fast zwanzig Jahre, bis die, durch intensiv betriebene Landwirtschaft eintönige Landschaft, rekultiviert werden konnte. Der Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung e.V. pflanzte auf rund dreitausend Hektar Bäume und Sträucher und baute eine naturverträgliche Landwirtschaft auf. Mit den dort vorhandenen Seen wurden so Feuchtgebiete geschaffen, die für eine Wiederansiedlung der kleinen Eulen und seiner Beutetiere optimale Bedingungen bietet.

Die vier aus Hoyerswerda stammenden Jungtiere sollen nun wie im Vorjahr die vorhandenen Brutpaare ergänzen und ihr Nachwuchs später in großen offenen Auswilderungsvolieren auf ein Leben in freier Wildbahn vorbereitet werden.

Auch die beiden weiteren männlichen Jungtiere werden weiterhin für die Zucht und damit den Erhalt dieser seltenen Art zur Verfügung stehen. Während ein Jungtier bereits vor etwa einem Monat zu einem passenden Weibchen in den Tierpark Ludwigslust gezogen ist, ging das letzte Jungtier am Freitag zu einem Weibchen in den Zoo Dortmund. (red/US)

Mehr zum Thema Hoyerswerda