merken

Zoonudeln im Pinguin-Café

Die Speisekarte für das neue Lokal steht noch nicht. Sieben Monate vor der Eröffnung gibt es aber schon erste Wünsche.

© Visualisierung: Heinle, Wischer und Partner

Von Christoph Springer

Nudeln müssen sein. Daran lässt Detlef Sittel keinen Zweifel. Die „Zoonudeln“ im Pinguin-Café waren bei seinen Kindern früher oft das entscheidende Argument für einen Besuch der Tiergehege am Rand des Großen Gartens, berichtete er am Mittwoch beim Richtfest für das neue Café. Die Pause in dem Lokal neben dem Pinguinbecken gehörte zu jedem Besuch, so der Zoo-Aufsichtsratsvorsitzende.

Oppacher Mineralquellen
Genieß‘ die Heimat mit Oppacher!
Genieß‘ die Heimat mit Oppacher!

Im grünen Herzen des waldreichen Landschaftsschutzgebietes Oberlausitzer Bergland sprudelt ein ganz besonderer Schatz: Oppacher Mineralwasser, das überall dort zu Hause ist, wo Menschen ihre Heimat genießen.

Damit hatte Jeffrey Pötzsch nicht gerechnet. Der Geschäftsführer der Firma Elbezeit lächelte etwas gequält und sagte nur zu, über die Zoonudeln nachzudenken. Seine Firma, eine Tochter der Dampfschifffahrt, betreibt künftig das Café. Im April soll es losgehen, versprach Pötzsch.

Jetzt steht die Hülle des 1,2 Millionen Euro teuren Betonbaus, der sich ein wenig wie ein Bumerang in die Zooecke nahe der Querallee einfügt. Für den Innenausbau haben die künftigen Hausherren keinen Geringeren als die Deutschen Werkstätten Hellerau engagiert. Pötzsch berichtete, mit den Farben Schwarz, Weiß und Pink soll die Verbindung zum Aussehen der namensgebenden Tiere hergestellt werden. Die schwarz-weiße Fassade soll außerdem Bilder vom Lebensraum der Pinguine aus Felsen und Eisschollen ins Gedächtnis rufen, so der künftige Hausherr weiter. Echten Pinguinkennern wird das die Zornesröte ins Gesicht treiben, das weiß auch Pötzsch, schließlich leben die Tiere niemals auf Eisschollen, sondern allenfalls auf dem Eis der Antarktis. Darüber sei lange mit den Architekten diskutiert worden, so der Elbezeit-Chef. Schließlich fiel die Entscheidung trotzdem zugunsten der wissenschaftlich nicht wirklich zutreffenden Eisschollen-Assoziation.

Zur Speisekarte im neuen Pinguin-Café sagte Pötzsch noch nichts. Fest steht aber: Draußen öffnet bei großem Andrang eine zusätzliche Bar, an der es unter anderem kühle Getränke und kleine Speisen geben soll. Auf der linken Seite des Gebäudes gibt es künftig einen Kiosk, am anderen Bumerang-Ende planen die Innenarchitekten einen kleinen Saal, der auch für Feiern und Kindergeburtstage gemietet werden kann. In der Mitte des Gebäudes befindet sich künftig die offene Küche, gleich daneben die Speisetheke. Auch im Café selbst kann man künftig lebende Tiere bewundern, direkt gegenüber dem Eingang soll ein großes Aquarium stehen.