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Zschaitzer Frauen beim Döbelner Festumzug dabei

Im nächsten Jahr gibt s den Verein seit 20 Jahren. Der DA sprach mit der Vorsitzenden Ute Friedrich.

© Dietmar Thomas

Frau Friedrich, was macht den Zschaitzer Frauenverein aus?

Wir sind eine sehr gesellige Runde, sind sportlich aktiv, lernen gemeinsam die Region näher kennen und Wissenswertes wird auch vermittelt. Deshalb stehen die monatlichen Versammlungen jeweils unter einem anderen Thema. Es wird allerdings immer schwieriger, etwas Neues und Anspruchsvolles zu finden. Außerdem unterstützen wir die Gemeinde, indem wir deren Veranstaltungen mit absichern. Zum Beispiel übernehmen wir den Einlassdienst beim Sommerkino. Beim Kunst- und Handwerkermarkt bieten wir für Gäste und Aussteller Kaffee und Kuchen an. In diesem Jahr wollen wir den Verein, der 2017 sein 20-jähriges Bestehen feiert, zum Heimatfest in Döbeln präsentieren. Das ist eine Möglichkeit, um neue Mitglieder zu gewinnen.

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Der Verein hat schon seit Jahren eine konstante Mitgliederzahl von etwa 30 Frauen. Warum ist die Werbung trotzdem notwendig?

Zum einen geht es um mehr Mitglieder und zum anderen um Nachwuchs. Der fehlt. Zurzeit werden wir zusammen alt. Ein bisschen junges Blut würde uns gut tun. Und ich denke, unsere Angebote sind auch etwas für jüngere Leute. Die könnten künftig dann auch in die Organisation der Veranstaltungen und die Arbeit des Vorstandes einbezogen werden. Willkommen sind bei uns nicht nur Frauen aus Zschaitz. Unsere Veranstaltungen sind offen für alle Frauen ab 18 Jahren. Jeder kann bei uns reinschauen und selbst erlebten wie unser Verein aufgestellt ist. Sollte diejenige begeistert sein, freuen wir uns über ein neues Mitglied. Den Veranstaltungsplan beschließen wir übrigens gemeinsam. Dabei setzten wir auf Veranstaltungen, die jedes Jahr im Programm sind und auf Neues.

Welche Angebote gibt es immer wieder?

Dazu gehören der Grillabend auf der Holiday Ranch in Zschaitz, der immer vor der Sommerpause geplant und von den Frauen kulinarisch gestaltet wird, und die Radtour. Das Ziel ist immer ein anderes. So waren wir unter anderem schon im Küsterhaus in Mochau, der Rosenei in Birmenitz und der Wassermühle in Simselwitz. In diesem Jahr wollen wir nach Stauchitz fahren, um in der Gaststätte Kochtempel einzukehren. Bei uns gibt es auch jedes Jahr ein kreatives Angebot und eine Weihnachtsfeier.

Was steht noch im Jahresplan des Frauenvereins?

Bei der Januar-Veranstaltung erhielten wir Informationen zu Neuigkeiten der Straßenverkehrsordnung. Im Februar steht ein DVD-Abend auf dem Plan und im März eine Informationsveranstaltung. Ein Orthopäde des Klinikums Döbeln wird im September einen Vortrag halten, und im Oktober wollen wir kegeln gehen. Und dann ist das Jahr schon fast wieder vorbei. Zur Mitgliederversammlung gibt es in diesem Jahr Vorstandswahlen.

Wie war es zur Gründung des Vereins gekommen?

Vor etwa 21 Jahren hatte die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Zschaitz-Ottewig Gabriele Kirsch zum Frauenfrühstück eingeladen. In dieser Runde entstand die Idee, einen Frauenverein zu gründen. Lange wurde überlegt und diskutiert. Die Frauen sahen im Verein eine Möglichkeit, gemeinsame Unternehmungen zu organisieren, die für jeden erschwinglich sind. Am 24. Februar 1997 wurde der Verein von 16 Frauen ins Leben gerufen.

Seit es den Verein gibt, stehen Sie an dessen Spitze. Das ist sicher mit viel Arbeit verbunden. Warum brennen Sie trotzdem für dieses Amt?

Ja. Wie in jedem Verein hat der Vorsitzende die meiste Arbeit, auch wenn er von den anderen Vorstandsmitgliedern unterstützt wird. Und trotzdem macht mir dieses Amt Spaß, und ich habe eine sinnvolle Aufgabe. Ich bin mit ihm gewachsen. Als Gabriele Kirsch vor mehr als 20 Jahren vorschlug, dass ich an der Spitze des Vereins stehen soll, wusste ich nicht, ob ich das auch schaffe. Schließlich geht es nicht nur um die Organisation der Veranstaltungen. Auch jede Menge Papierkram ist zu bewältigen. Und dann geht es noch um Geld. Das wird für die Vereinsarbeit benötigt. Der Mitgliedsbeitrag reicht dafür nicht aus. Auch Fördergeld fließt nicht reichlich. Deshalb muss immer wieder nach Sponsoren gesucht werden.

Es fragte: Sylvia Jentzsch