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Zu viel Talent kann schaden

Zu viele außergewöhnliche Fußballer in einer Auswahl könnten laut einer wissenschaftlichen Studie die Aussichten auf den Titel bei der Weltmeisterschaft schmälern. Forschungen hätten ergeben, dass es...

Zu viele außergewöhnliche Fußballer in einer Auswahl könnten laut einer wissenschaftlichen Studie die Aussichten auf den Titel bei der Weltmeisterschaft schmälern. Forschungen hätten ergeben, dass es von einem bestimmten Punkt an für die Leistung einer Sportmannschaft von Nachteil sei, wenn immer mehr Superstars dazugeholt würden, gaben Wissenschaftler um Roderick Swaab von der Insead-Wirtschaftsuniversität mit Hauptsitz im französischen Fontainebleau bekannt. Ihre Studie, für die sie beispielsweise Daten von der Endrunde 2010 in Südafrika sowie vielen Baseball- und Basketballduellen in den USA auswerteten, veröffentlichten sie im Fachjournal „Psychological Science“.

Zu viele individuelle Supertalente in einem Team können demnach die Bereitschaft der Spieler verringern, zusammenzuarbeiten. Darunter würden Teamwork und die Gesamtleistung der Auswahl leiden. Dieser sogenannte „zu-viel-Talent-Effekt“ betreffe aber lediglich Sportarten, bei denen Teamwork von hoher Bedeutung sei, etwa American Football, Basketball und Fußball. „Bei dem Turnier 2014 erwarten wir erneut viele beeindruckende Mannschaftsaufstellungen voller ausgesprochen talentierter Spieler“, teilte Swaab mit. „Aber Trainer, die nur Superstars für ihre Auswahl aussuchen, könnten – entgegen den allgemeinen Erwartungen – eventuell als erste aus Brasilien abreisen.“ (dpa)

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