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Zu wenig Rente wegen Behördenfehler

Rund 150.000 Rentner haben Nachzahlungen bekommen. Ihre Rente war zu niedrig berechnet. Der schon im vergangenen Jahr bekanntgewordene Fehler ist inzwischen korrigiert.

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Berlin. Fehler bei der Berechnung Tausender von Renten sind nach Angaben der Rentenversicherung abgestellt. Mehr als 150.000 Betroffene erhielten inzwischen mehr Geld aufs Konto. In den Fällen ging es um die Berücksichtigung von Ausbildungszeiten und Kinderzuschläge.

Es seien „die erforderlichen Maßnahmen ergriffen, um zu vermeiden, dass sich bei den beschriebenen Fallkonstellationen vergleichbare Fälle künftig wiederholen“, teilte die Deutsche Rentenversicherung Bund am Mittwoch in Berlin mit.

Das Bundesversicherungsamt (BVA) hatte in seinen Tätigkeitsberichten 2010 und 2011 darauf hingewiesen, dass in bestimmten Fällen Kinderzuschläge bei Hinterbliebenenrenten sowie Entgelte für die Berufsausbildung nicht korrekt erfasst waren. Dies wurde inzwischen korrigiert. „Die Rentennachzahlung ist in allen Fällen erfolgt“, so die Deutsche Rentenversicherung Bund. Sie ist für knapp die Hälfte aller Renten zuständig.

Bereits vor einem Jahr hatte sich herausgestellt, dass bei der Deutschen Rentenversicherung Bund und der Knappschaft-Bahn-See Kinderzuschläge für Witwen und Witwer nicht berücksichtigt worden waren. Zudem wurden teilweise Berufsausbildungszeiten falsch berechnet. Inzwischen liegen abschließenden Zahlen vor, über die auch die „Bild“-Zeitung (Mittwoch) berichtet.

Insgesamt wurden danach bei beiden Rentenversicherungsträgern wegen vergessener Kinderzuschläge 29.334 Fälle überprüft: 9.202 Rentner bekamen Nachzahlungen in Höhe von insgesamt 22,3 Millionen Euro. Bei einem der Versicherungsträger - laut „Bild“ die Rentenversicherung Bund - erhöhte sich die monatliche Rente im Durchschnitt um 57,28 Euro. Wegen falsch berücksichtigter Berufsausbildungszeiten wurden 215.542 Renten überprüft: 147.702 (68,5 Prozent) waren zu niedrig berechnet, rund 4.000 zu hoch.

Die Deutsche Rentenversicherung Bund berichtete, sie habe alle Fälle, in denen unklar war, ob ein Kinderzuschlag berücksichtigt war, von sich aus aufgegriffen. In rund 8.000 der überprüften 26 000 Fälle sei die Rente neu berechnet worden. (dpa)