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Zu wenig Sicherheit für Fußgänger

Nur ein kleines Stück Fußweg bietet Schutz an der Staatsstraße in Langenwolmsdorf. Schon länger wird ein sicherer Weg gefordert.

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© Daniel Schäfer

Von Anja Weber

Langenwolmsdorf. Die Staatsstraße in und durch Langenwolmsdorf ist stark frequentiert. Wer hier an der S 159 entlang läuft, spielt mit seinem Leben. Immer wieder flammte in dem Stolpener Ortsteil der Ruf nach einen Fußweg auf. Zuletzt wagte nun der Ortschaftsrat von Langenwolmsdorf einen Vorstoß in der jetzigen Haushaltsdiskussion. Die Mitglieder wollten eigentlich den Antrag stellen, dass die Stadt Stolpen für dieses Jahr die Planungskosten für zwei Teilstücke von der Stolpener Straße 7 bis zur Bushaltestelle Stolpener Straße sowie von der Einmündung Am Schafberg bis hin zur Gaststätte Goldener Apfel einstellen solle und für 2019 die Investitionskosten. In der Begründung heißt es, dass sich der Ortschaftsrat bereits seit mehreren Jahren um die Baumaßnahme bemühe, mit dem Ziel, mehr Sicherheit für die Fußgänger zur Bushaltestelle aber auch für alle anderen Anlieger zu erreichen. Doch vorerst liegt das Vorhaben auf Eis. Der Antrag wurde zurückgezogen. „Wir wollen erst einmal abwarten, was das Radwegekonzept bringt und dann noch einmal neu entscheiden“, sagt Erika Dürr, FDP-Stadt- und Ortschaftsrätin. So hatte es auch die Verwaltung empfohlen. Ganz vom Tisch ist der Fußweg nicht. Immerhin wird in dem Radwegekonzept von 2014 ein straßenbegleitender Radweg vom Ortsausgang Stolpen bis nach Langenwolmsdorf vorgeschlagen. Nun müsse geklärt werden, ob im Zuge der Planungen und Bauarbeiten dieser Radweg straßenbegleitend in besagtem Abschnitt fortgeführt werden könnte, heißt es aus der Stadtverwaltung. In diesem Jahr sollten zwischen der Verwaltung und dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr Abstimmungen erfolgen, um gegebenenfalls weitere Planungsschritte festzulegen. Aus diesem Grund hatte man offenbar auch empfohlen, den Antrag abzuweisen. Mit der Rücknahme ist der Ortschaftsrat dem nun zuvorgekommen. Die Türen bleiben damit weiter offen. Doch für den Fußwegbau verstreicht wertvolle Zeit. Der Freistaat Sachsen hat die Verbindung zwar in sein 100-Kilometer-Radwegeprogramm aufgenommen. Darin sind die Fahrradwege mit der höchsten Priorität aufgelistet, die das Land Sachsen bis 2025 bauen will. Eine kurzfristige Lösung und zumindest Erleichterung für die Langenwolmsdorfer wäre ein Piktogramm mit der aufgemalten 50, denn schneller dürfen Kraftfahrer hier nicht unterwegs sein. Da wäre allerdings die Stadt Stolpen am Drücker. Denn was zum Beispiel auf der Staatsstraße durch Altendorf bei Sebnitz geht, sollte auch in Langenwolmsdorf funktionieren.