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Sebnitz

Zuckerkuchentour am Ende

Nach fast vier Jahrzehnten soll es die Wanderveranstaltung nicht mehr geben, weil es an Helfern fehlt. Ist dies das letzte Wort?

Müssen Wanderfreunde die Stiefel an den Nagel hängen?
Müssen Wanderfreunde die Stiefel an den Nagel hängen? © dpa/Patrick Pleul

Die Sebnitzer Zuckerkuchentour ist Geschichte. „Die 37. Auflage der Veranstaltung am 26. August des vergangenen Jahres war definitiv die letzte Zuckerkuchentour.“ Das teilt Gunter Seifert von der Sebnitzer Ortsgruppe des Sächsischen Bergsteigerbundes mit, der sich bislang um den Hauptteil der Organisationsarbeit kümmerte.

Fast vier Jahrzehnte lange wurde die Volkssportwanderung von den Sebnitzer Bergsteigern auf die Beine gestellt. Doch schon seit Längerem waren in den vergangene Jahren immer weniger Helfer zu verfügbar. Im Jahr 2013 stand die Zuckerkuchentour deshalb schon einmal kurz vor dem Aus. Buchstäblich in letzter Minute erhielten die Bergsteiger damals wertvolle Hilfe und Unterstützung von den Sachsenländer Blasmusikanten. Der in Sebnitz ansässige Musikverein stieg mit in die Organisation und Durchführung der Veranstaltung ein. Mit Hilfe der Sachsenländer konnten die Zuckerkuchentouren von 2013 bis 2018 erfolgreich über die Bühne gebracht werden.

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Im Lauf der Zeit schwand die Zahl der zur Verfügung stehende Helfer aber aus unterschiedlichen Gründen. „Es ist einfach zu akzeptieren, dass Freunde, die über viele Jahre stets verfügbar waren, dem Alter und der Gesundheit Rechnung tragend, dann mal sagen, dass sie nicht mehr zur Verfügung stehen“, sagt Gunter Seifert. Leider seien heute aber auch keine jüngeren Bergfreunde mehr für ein Engagement bei der Zuckerkuchentour zu gewinnen. Auch das müsse akzeptiert werden, sagt Seifert.

In den vergangen vier Monaten habe es mehrfach Gespräche gegeben, um neue Helfer zu gewinnen. „Leider ist das nicht gelungen.“ Am 25. April hatte Gunter Seifett noch einmal eine Versammlung einberufen, bei der eine Entscheidung zur Zukunft der Zuckerkuchentour fallen musste. Das Ergebnis fiel negativ aus.

Ist damit das letzte Wort gesprochenen? Im vergangenen Jahr musste Gunter Seifert schon einmal des Ende des Wuchterlaufs verkünden, weil er sich nach 50 Jahren als Organisator zurückziehen wollte und keinen Nachfolger fand. Einige Monate nach dem Aus, erklärte sich mit Carsten Vater doch noch ein Bergfreund bereit. Der Lauf besteht weiter. (SZ/dis)